Kerstins Bücherreich

„Der Bücherwurm liest sogar die Bücher, die er rezensiert.“ Gabriel Laub (1928-98)

 

Autor:

Sky du Mont
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN-10: 3404608437
Taschenbuch 173 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Mit 66 Jahren …

Inhalt:

Der bekannte Schauspieler Sky du Mont, der im kommenden Jahr bereits stattliche 70 Jahre alt wird, resümiert in diesem humorvollen Ratgeber übers Älterwerden und wie man sich davon nicht unterkriegen lassen sollte.

Meine Meinung:

Der Zufall wollte es, dass ich neulich beim Besuch der Leipziger Buchmesse am Stand von Bastei Lübbe den Schauspieler Sky du Mont traf, der sein neuestes Buch präsentierte. Solch eine Gelegenheit lässt man sich natürlich nicht entgehen. Buch gekauft, signieren lassen und ein Foto gab es auch noch (das alles für meine mich begleitende Mama, die auch genau das richtige Alter für die Lektüre hat).

Obwohl ich nun noch nicht ganz zur Zielgruppe gehöre, fand ich den Schauspieler doch schon immer sehr sympathisch, sodass ich auf der Rückfahrt natürlich einen Blick ins Buch werfen musste. Dieses brachte mich bereits auf den ersten zwanzig Seiten so oft zum Schmunzeln oder sogar lauthals Lachen, dass meine Mama nur so staunte. Keine Frage, dass ich das Buch nun auch bis zum Schluss lesen wollte.

Mit einem großen Augenzwinkern berichtet der Schauspieler von seiner Altersdepression, ob er selbst eine hatte, sei mal dahingestellt, und den Weg hinaus. Jedem sollte bekannt sein, dass Herr du Mont mit einer um einiges jüngeren Frau gesegnet ist und auch die Kinder noch nicht ganz flügge sind. Das stellt dann schon so seine Anforderungen an einen Mann im gesetzteren Alter. Ein wenig irritiert hat mich, dass er von sich als Herr Richter schreibt und seine Frau mit Beate benennt.

Wenn es auch teilweise ein wenig überzogen wirkt, so wird doch jeder sich mit den Problemen und Zipperlein identifizieren können. Der Schauspieler berichtet schonungslos über seine Defizite, weiß aber auch die positiven Seiten der älteren Generation zu beleuchten.

Das Buch macht einfach Spaß und liest sich durch die kurzen Kapitel, die ab und an noch durch witzige Cartoons unterbrochen sind, flott weg. Wer das Leben stets bitterernst sieht und einen positiven Blick auf die Zukunft brauchen könnte, dem sei dieses Buch dringend empfohlen.

Aber ich würde denken, dass auch jeder andere – vielleicht so ab 40 + – sich für den humoristischen Schreibstil begeistern könnte.

Kerstin hat am Samstag, März 26th, 2016 | Geschrieben unter: du Mont, Sky,Humor,Sachbuch | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 

Autor:

Kate Sunday
Verlag: feelings emotional eBooks
ISBN-10: 3426215519
Taschenbuch 245 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Mit dem Frühling erwacht auch die Liebe

Zum Inhalt:

Nach ihrer Fehlgeburt zieht sich Ethan, der Ehemann der 23-jährigen Samantha, statt sie zu unterstützen, immer mehr zurück, sucht sogar das Weite. Zutiefst verletzt nimmt auch sie sich eine Auszeit und besucht ihre alte College-Freundin Melissa in dem bezaubernden Küstenstädtchen Angel’s Cove in Maine. Dort trifft sie auf deren Bruder, den attraktiven Architekten Cole. Sofort fliegen zwischen ihnen die Funken, jedoch ist Sam gebunden und Cole nach einer großen Enttäuschung keineswegs an einer festen Beziehung interessiert. Die Macht der Gefühle überrollt sie und sie erleben eine leidenschaftliche Nacht, die nicht ohne Folgen bleibt. Hat ihre Liebe unter diesen unglücklichen Voraussetzungen eine Chance?

Meine Meinung:

Mit ihrem neuesten Roman entführt Kate Sunday den Leser an die malerische Küste Maines. Und das malerisch sollte hier besonders betont werden, denn die Autorin versteht es in hohem Maße, ein kaum zu bändigendes Fernweh zu erwecken, so plastisch und detailgetreu beschreibt sie das kleine Küstenstädtchen. Man fühlt genau wie Sam das Salz förmlich auf den Lippen, hat die wunderbaren Farben vor Augen, möchte am liebsten direkt einen Flug buchen. Einfach ein absolutes Traum-Setting, dessen Charme sich kaum einer wird entziehen können.

Hauptaugenmerk liegt aber natürlich auf der wunderschönen Liebesgeschichte von Sam und Cole. Auch die Figuren sind so großartig beschrieben, dass ich sie förmlich vor mir gesehen habe. Wer könnte dem attraktiven Cole mit seinem leichten Bad-Boy-Image schon widerstehen? Man wünscht ihm so sehr, dass seine Wunden heilen, er ein neues Glück mit Sam findet. Deren Schicksal lässt auch niemanden kalt und wie sie langsam den Kampf Herz gegen Verstand verliert, wurde sehr einfühlsam rübergebracht. Die Beschreibung ihrer gemeinsamen Nacht ist intensiv, aber äußerst niveauvoll.

Als Nebenfigur punktet besonders die in Modefragen recht unkonventionelle Melissa. Die hübsche Schwester von Cole ist ebenfalls noch ungebunden und es bleibt zu hoffen, dass es ein Wiedersehen in Angel’s Cove geben wird, das den passenden Herzenspartner für Mel bereithält.

Wer große Gefühle und Romantik zum Dahinschmelzen in einem Liebesroman bevorzugt, dem kann ich „Whispering Love: Frühling in Maine“ nur wärmstens ans Herz legen.

Ich danke Droemer Knaur herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin hat am Mittwoch, März 23rd, 2016 | Geschrieben unter: Liebesroman,Sunday, Kate | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

Aus gesundheitlichen Gründen stehe ich leider nicht mehr als einen Messetag durch und in diesem Jahr sollte es der Freitag sein. An meiner Seite, wie so oft, meine liebe Mama. Die Anreise mit der Bahn klappte erstaunlich gut, auch wenn es schwerfiel, bereits um 6 aus dem Bett zu kriechen. Am Messegelände angekommen noch schnell die Akkreditierung erledigt, um dann rechtzeitig zu unserem ersten Treffen mit Arno Strobel zu arno_ursulakommen. Auf dem Weg hatte ich noch das Vergnügen, die zwei entzückenden Mädels von Rose Snow kurz zu begrüßen, die es aber leider sehr eilig hatten. Ich hoffe, wir finden demnächst in Berlin bei der LLC mehr Zeit füreinander.

Arno wartete bereits auf uns und es gab ein freudiges Wiedersehen. Ich bin ja bereits einige Jahre Testleser seiner Thriller, aber nur in Leipzig haben wir mal die Möglichkeit, uns persönlich zu begegnen. Der Zufall wollte es, dass Silvia Borowski, mit der ich schon eine Weile bei Facebook befreundet bin, mit ihrem Mann gerade bei ihm stand. Es war toll, sich endlich mal Aug in Aug gegenüberzustehen. Als wir dann eine Weile allein mit Arno am Schwatzen waren, kam zufällig noch Ursula Poznanski des Weges. Damit konnte ich nicht rechnen und ich ärgerte mich ein wenig, dass ich neben “Die Flut” nicht auch “Fremd”, was sie ja mit sky_muttiArno zusammen geschrieben hat, zum Signieren im Gepäck hatte. Dafür hat das Kennenlernen dieser sympathischen Autorin mir so richtig Lust gemacht, endlich mal wieder eins ihrer Bücher zu lesen. Ich kenne nämlich bisher nur “Erebos” und habe noch einige ungelesen im Schrank.

Im Anschluss war ein wenig Zeit und ich beschloss, mal bei Lübbe vorbeizuschauen, für die ich ja in schöner Regelmäßigkeit als Korrektor tätig bin. Das Timing war super, denn gerade war Sky du Mont am Stand. Meine Mama verehrt diesen sehr und konnte ihr Glück kaum fassen. Umgehend erwarb sie sein Buch “Steh ich jetzt unter Denkmalschutz? -Älterwerden ist nichts für Spaßbremsen”, was nebenbei bemerkt hervorragend zu ihr passt, und durfte auch ein Foto mit dem Schauspieler machen lassen. Auch wenn ich noch nicht ganz zur Zielgruppe gehöre, werde ich das Buch ebenfalls lesen, denn bereits die ersten Seiten sind umwerfend komisch.

Nach diesem aufregenden Moment war es Zeit für einen kleinen Mittagssnack, der traditionsgemäß wieder ein Crepe mit Eierlikör sein musste. Mhhmmm! Auf der Messe rast die Zeit irgendwie wie verrückt und so mussten wir uns sundayschnellstmöglich zum Stand von Droemer Knaur begeben, wollten wir die Lesung bzw. Buchvorstellung von Kate Sunday nicht verpassen. Auf dem Weg bzw. vor Ort begegneten mir einige der bookshouse-Autorinnen, die mir von meiner Tätigkeit bei dem Verlag bzw. durch Facebook natürlich ein Begriff waren. Obwohl Kate sehr aufgeregt war, hat sie ihre Lesung bravourös gemeistert und kam im Interview als genau die liebenswerte Person rüber, als die ich sie schon vor einiger Zeit kennengelernt habe (ich durfte einst ihr erstes Buch bei bookshouse lektorieren und seitdem sind wir in regelmäßigem Kontakt). Ich hatte dann im Anschluss auch noch einen Interview-Termin mit ihr, wo es einiges Interessantes zu erfahren gab. Schriftlich festgehalten wird dies noch gesondert an dieser Stelle, sobald ich ihr bei feelings erschienenes Buch “Whispering Love – Frühling in Maine” ausgelesen habe, welches ich bereits in Empfang nehmen durfte und mir natürlich signieren ließ.

            lesung_kate   kate_ich

miez_ichfitzekAm Rande des Treffens lernte ich auch noch Monika und Kerstin vom Lesenden Katzenpersonal kennen. Fast hätte es ja schon mal im letzten Jahr in Berlin mit uns geklappt, aber das sollte nicht sein. Umso schöner war es jetzt. Und sie machten auch ihr obligatorisches Foto mit Fräulein Maunz (oder war es doch Herr Miez?) mit mir, was ich mir jetzt einfach mal geklaut habe. Ich denke, sie werden es mir verzeihen! Smiley Am Nachbarstand war der von mir hochverehrte Sebastian Fitzek gerade am Signieren. Leider hatte ich mein “Joshua-Profil” nicht im Gepäck, der Rucksack ließ mich auch so schon fast zusammenbrechen. Zudem war die Schlange schon wieder endlos und ich hätte weder die Zeit gehabt, mich anzustellen, noch wäre das ohne größeren Rückenschaden abgegangen. Also musste dieses kleine Foto von der Seite reichen. Ich hoffe, ich schaffe es mal zu einer Lesung von ihm, dann schleppe ich alles noch Unsignierte mit.

Endlich fand sich eine Lücke, mich mal kurz mit meiner langjährigen Freundin Claudia Fiedler zu treffen, die mir erzählte, dass es um 16 Uhr eine Lesung mit Marcel Feige geben sollte. Da ich ihn schon im Jahr davor in Berlin bei einer Lesung kennenlernen wollte, die leider krankheitsbedingt abgesagt wurde, war ich total aufgeregt und wollte probieren, meinen 16 Uhr-Termin, denn da war eigentlich ein Besuch bei Anne Freytag geplant, etwas vorzuziehen. Das klappte auch ganz wunderbar, denn sie sowie die bezaubernde Adriana Popescu, die direkt auf uns losstürmte und uns voller Begeisterung von ihrem neuen “Baby” erzählte, waren bereits am Stand von Heyne fliegt. So konnten wir Fotos schießen, Anne hat mein mitgebrachtes Exemplar von “Mein bester letzter Sommer” signiert und wir sind noch vor 16 Uhr verschwunden. Das ging leider alles viel zu schnell, ich hätte gern noch etwas mehr mit Anne geplaudert, denn ein Treffen mit ihr und Adriana ist jedes Mal eine unvergessliche Erfahrung. Mit Anne konnte ich nur ein Selfie machen, aber wie ihr sehen könnt, dafür habe ich absolut kein Talent.

          adriana_mutti      selfie_anne

Nun sind wir also straffen Schrittes Richtung Halle 2 zur Lesebude, und was war? Die Lesung ist ausgefallen. Ich vermute mal, der arme Marcel ist krank geworden. Mal wieder. Da kann man natürlich nichts machen, aber ich war schon sehr traurig, zumal ich mir gern seine Biographie über Mahatma Gandhi mitgenommen hätte. Das mit uns scheint echt ein Karma-Ding zu sein. Wir kommen einfach nicht zusammen.

So, inzwischen war auch die Luft raus bei uns und wir machten uns langsam auf den Weg Richtung Hauptbahnhof, nicht ohne uns noch ein Eis zu genehmigen. Meine Mom hatte sogar noch den Elan, sich ein paar neue Mustang-Schuhe zu kaufen. Ich konnte nach einem Abend-Imbiss nur noch sitzen bleiben und lesen, was sonst. Die Heimfahrt war dann mal wieder ein typisches Bahn-Abenteuer – Verspätung, Verspätung, Verspätung. So sind wir schließlich kurz vor 12 todmüde, aber doch irgendwie glücklich zu Hause gelandet. Wenn ich nächstes Jahr doch wieder fahren sollte, was ich mir diesmal schwer überlege, dann nur, wenn sich ein Fahrer findet. Denn irgendwie möchte man diese Erlebnisse ja doch nicht missen. Nun freue ich mich aber erst mal auf die LoveLetter Convention am 23./24. April in Berlin.

Kerstin hat am Sonntag, März 20th, 2016 | Geschrieben unter: Allgemein,Popescu, Adriana,Sonntag, Anne,Strobel, Arno,Sunday, Kate | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

 

Autor:

Danielle Stevens
Verlag: Cora (Romana-Reihe)
ASIN: B0053N3SU8
E-Book: 156 Seiten (Romanheft)
Persönliche
Wertung:

 

 

Liebesdrama an der französischen Küste

Inhalt:

Als sich die TV-Journalistin Savannah Kane in den Workshop ihrer Lieblingsschriftstellerin Angélique Arnauld einschleicht, ahnt sie noch nicht, dass diese tatsächlich ein großes Geheimnis verbirgt. Es verwundert nur, dass ein Großteil des Workshops von ihrem Neffen, dem äußerst attraktiven Alain Nixon, abgehalten wird. Findet sie ihn anfangs noch überheblich und anmaßend, lässt sein Anblick schon bald die Schmetterlinge in ihrem Bauch tanzen. Die Anziehung beruht auf Gegenseitigkeit und beide verbringen eine leidenschaftliche Nacht unter dem Sternenzelt. Als sich ihr eine schöne Unbekannte jedoch tags darauf als Alains Verlobte vorstellt, reist Savannah tief verletzt zurück nach London. Gibt es eine Chance für die Liebe, der beide eigentlich abgeschworen hatten?

Meine Meinung:

Ich habe bereits ein paar Veröffentlichungen von Danielle Stevens – hinter dem Pseudonym verbirgt sich ein Autorenehepaar – aus dem Mira-Verlag gelesen und bin sehr begeistert von ihrem Schreibstil. Daher habe ich mir heute mal einen ihrer Kurzromane vorgenommen, den sie in der Romana-Reihe des Cora-Verlages 2008 veröffentlicht haben und der noch als E-Book erhältlich ist.

„Sanft flüstern die Wellen der Liebe“ ist ein wunderbar romantisches Lesevergnügen, um komplett die Außenwelt auszusperren und der Entstehung einer großen Liebe beizuwohnen. Da ich ohnehin ein Faible für Autoren als männlichen Protagonisten habe, noch dazu, wenn er ein so großes Herz und einen tollen Charakter hat, war es genau wie bei Savannah mit Alains Auftauchen direkt um mich geschehen. Aber auch Savannah ist eine tolle Heldin, die trotz großer Enttäuschung nicht ihren niederen Instinkten folgt. Natürlich gibt es auch jeweils den niederträchtigen Gegenpart in Form des Ex-Partners.

Die Entwicklung vom ersten Kuss, über den Sex bis hin zur großen Liebe erfolgt in relativ kurzer Zeit, aber das ist selbstverständlich bei der begrenzten Seitenzahl einfach nicht anders möglich. Neben unheimlich romantischen Momenten gibt es genug Rätsel und Missverständnisse, die den Leser ob eines guten Ausgangs mitfiebern lassen. Das idyllische Setting mit einem Landgut auf einer kleinen Insel vor der französischen Küste tut sein Übriges.

Wer gern Liebesromane liest, um dem Alltag mit einer romantischen Geschichte zu entfliehen, dem kann ich den Roman wärmstens ans Herz legen.

Kerstin hat am Sonntag, März 13th, 2016 | Geschrieben unter: Frauen,Liebesroman,Stevens, Danielle | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 

Autor:

Kate Lynn Mason
Verlag: bookshouse Verlag
ASIN: B01CDMP20U
E-Book: 183 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Heiße Verführung in Vermonts Bergen

Inhalt:

Nachdem ihr Freund sie betrogen und sie die Beziehung beendet hat, braucht Olivia Sullivan eine Auszeit. Ein einsames Wochenende in den verschneiten Bergen Vermonts schwebt ihr vor. Die Familie ihrer Freundin Claire, mit der sie eine Hochzeitsagentur leitet, besitzt neben einem Hotel auch eine Skihütte, zu der sie Claires Bruder Aidan bringen soll.

Dass dieser ein umwerfender Womanizer ist, damit hat Liv nicht gerechnet. Noch viel weniger damit, dass ein Sturm ihn dazu zwingt, die erste Nacht mit ihr in der Hütte zu verbringen. Es knistert vom ersten Augenblick an zwischen den beiden, sie können der erotischen Anziehung nicht entfliehen und verbringen eine unvergessliche Nacht miteinander. Für beide ist klar, es wird keine Wiederholung geben, ein Wiedersehen ist ausgeschlossen. Doch das Schicksal hat einen anderen Plan und lässt beide nicht zur Ruhe kommen.

Meine Meinung:

Zugegeben, ich bin schon länger ein Fan der Autorin Kate Sunday. Daher war es keine Frage, dass ich ihr neuestes Werk näher in Betracht ziehen musste. Unter dem Pseudonym Kate Lynn Mason legt die Autorin mit „Liv & Aidan“ einen Kurzroman vor, der seinen Schwerpunkt im erotischen Subgenre des Liebesromans hat.

Der Roman konzentriert sich fast ausschließlich auf die zwei Hauptfiguren, die durch die wechselnde Perspektive den Leser ganz nah an ihren Empfindungen und Gedanken teilhaben lassen. Aidan ist fast schon zu gut, um wahr zu sein, aber das tat meiner Begeisterung keinen Abbruch. Wer würde so einem Typen nicht begegnen wollen? Liv dagegen, anfangs leicht verunsichert und sich ihrer Schönheit kaum bewusst, gelangt durch Aidans „Behandlung“ zur vollen Blüte.

Wie sie sich anfangs gegen ihr Verlangen wehrt und schlussendlich doch machtlos gegen ihre Gefühle ist und sich mehr öffnet als jemals zuvor in ihrem Leben, ist einfach wunderbar beschrieben. Überhaupt sind die erotischen Begegnungen der beiden unheimlich geschmackvoll, ästhetisch und auf hohem Niveau angesiedelt, das man in manchem erotischen Roman vergeblich sucht. Das Kribbeln zwischen den beiden überträgt sich auf den Leser und lässt mitunter einen Anflug von Neid aufkommen. Denn es geht auch nicht nur um platten, schnellen Sex – Gefühle und Romantik werden hier großgeschrieben.

Das Setting mit der wunderbaren Winterlandschaft und dem knisternden Kaminfeuer in der Hütte bildet das i-Tüpfelchen auf einem bezaubernden, erotischen Lesevergnügen. Ich kann der Autorin nur unbedingt anraten, dem Genre treu zu bleiben.

Ich danke dem Bookshouse Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin hat am Sonntag, März 6th, 2016 | Geschrieben unter: Erotik,Liebesroman,Mason, Kate Lynn,Sunday, Kate | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

 

Autor:

Stefanie Ross
Verlag: Sutton Verlag
ASIN: B010Q5X1AY
E-Book: 352 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Rasanter Auftakt der LKA/SEAL-Serie

Inhalt:

Auf den Bankmanager Joachim Kranz wird am Hamburger Rödingsmarkt geschossen. Auch ein umgehend herbeieilender Polizeiwagen gerät ins Fadenkreuz. Es wird jedoch niemand verletzt, die Schüsse galten offenbar als Warnung. Der Fall wird Sven Klein vom Wirtschaftsdezernat des LKA Hamburg übertragen. Er stößt jedoch auf immer mehr Fragen.

Zeitgleich wird in der Bank wegen finanzieller Ungereimtheiten ermittelt. Die Spur des Geldes deutet auf die Unterstützung von Al-Qaida bei Terrorakten hin. Je näher die Ermittler den Terroristen kommen, umso gefährlicher wird es für das eigene Leben und das ihrer Angehörigen.

Meine Meinung:

Endlich bin ich nun mal dazu gekommen, meinen ersten Roman von Stefanie Ross zu lesen. Da ich gern strikt auf den korrekten zeitlichen Ablauf achte, galt meine Aufmerksamkeit vorerst dem Roman „Fatale Bilanz“.

Der Leser wird hier ohne Umschweife in ein actiongeladenes Abenteuer geworfen, welches ihn bis zur letzten Seite kaum zu Atem kommen lässt. Da fühlt man sich manchmal doch sehr ans amerikanische Actionkino erinnert. Von Schusswechseln im Containerhafen, rasanten Verfolgungsjagden auf der Autobahn, Entführung, Hubschraubereinsatz und Folterszenen ist alles dabei. Als Liebhaber des Genres kann man da auch gern mal drüber wegsehen, dass Dienstvorschriften nicht so ernst genommen werden und Zivilisten wie kampferprobte Helden agieren, die die Elitekämpfer fast blass dagegen aussehen lassen.

Der Bereich Wirtschaftskriminalität wird angerissen, ist aber auch für den Laien durchaus verständlich. Die regionale Komponente kommt vorrangig durch das Erwähnen diverser Straßennamen zum Tragen. Ich hatte anfangs auch ein wenig Probleme, die Ermittler und zugehörigen Partner auseinanderzuhalten. Mit dem Auftauchen des Seal-Teams erhöht sich die Anzahl an interessanten Charakteren für Folgeromane noch mal, aber zwischenzeitlich sollte der Leser die Zusammenhänge durchschaut haben.

Ein wenig schnell ging mir die Entwicklung der Liebesbeziehung von Sven Klein, der doch eigentlich ein tiefgehendes Trauma zu verarbeiten hatte. Sehr schön dagegen dargestellt wurde die sich anbahnende Freundschaft der deutschen Beamten mit den amerikanischen Einsatzkräften.

Trotz einiger kleiner Kritikpunkte hat mich der Roman sehr gut unterhalten. Wer gerne normale Polizeiarbeit begleitet und miträtselt, ist bei diesem Buch wahrscheinlich an der falschen Adresse, Liebhaber dramatischer Action kommen jedoch voll auf ihre Kosten. Ich freue mich schon sehr auf weitere Bücher der Autorin.

Kerstin hat am Samstag, März 5th, 2016 | Geschrieben unter: Ross, Stefanie,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 

Autor:

Arno Strobel
Verlag: Fischer TB Verlag
ISBN-10: 3596198356
Taschenbuch: 360 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Ein Strobel, wie ich ihn mag

Inhalt:

Die Nordseeinsel Amrum – eigentlich Urlaubsidylle pur. Bis ein grausiger Mord geschieht. Im Rahmen eines Experimentes gräbt ein perfider Mörder eine Frau bei Ebbe in den Sand und lässt sie dann von der Flut überrollen, wobei sie qualvoll ertrinkt. Noch schrecklicher – ihr Lebenspartner muss gefesselt danebensitzen und kann ihr nicht helfen. Der Mörder legt diverse Spuren und führt die Polizei, meint er zumindest, gekonnt an der Nase herum. Ob sie ihm dennoch auf die Schliche kommt?

Meine Meinung:

Im bereits bekannten Cover-Design – schwarzer Hintergrund, markiger Titel – erschien vor Kurzem der neue Psychothriller von Arno Strobel. Als Fan des Autors habe ich mich natürlich wieder darauf gefreut. Und ich muss gestehen, dass ich mehr als begeistert bin, dass Arno offensichtlich wieder zurück zu seinen Wurzeln gefunden hat. Die letzten Romane waren auch nicht schlecht, aber anders. Nun also wieder ein Ermittlerkrimi. Und der hat einiges zu bieten.

Generell ist wieder ein konstanter Spannungsbogen vorhanden. Am liebsten hätte ich das Buch überhaupt nie weglegen mögen. Die Perspektive wechselt zwischen einem Urlauberpärchen, den ermittelnden Kommissaren und natürlich unserem Mörder. Dieser ist extrem intelligent, zumindest hält er sich dafür, was ich sehr mag im Gegensatz zu tumben Schlächtern. Mit diversen Nebenfiguren, die von unsympathisch bis zwielichtig alle Paletten abdecken, schafft Arno eine Reihe von hervorragend geeigneten Verdächtigen. So hat auch der Leser quasi kapitelweise jemand anderen in Verdacht. Erst ganz zum Schluss findet sich des Rätsels Lösung, welches ihr natürlich selbst entdecken müsst.

Besonders gefallen hat mir Martina, die in ihrer Widerwärtigkeit schon wieder richtig gut war. Zwar wird mit dem brummigen, stets durch die Wand wollenden Kommissar, dessen Ehe natürlich gescheitert ist, ein gängiges Klischee bedient, aber das störte mich nicht sehr. Sein Kollege kam mir ein wenig inkonsequent rüber. Eigentlich ist er nur am Jammern, unternimmt aber nicht wirklich was.

Sollten die langfristigen Pläne des Mörders aufgehen, könnte ich mir hier auch gut eine Fortsetzung vorstellen, denn der Gedanke an seine Schwester lässt mir irgendwie keine Ruhe.

Vom psychologischen Aspekt erinnert mich das Buch ein wenig an „Das Wesen“, meinen Lieblings-Strobel. Es rangiert daher auch ganz in der Nähe und ich kann diese spannungsgeladene Mörderjagd jedem Thriller-Liebhaber nur wärmstens empfehlen.

Kerstin hat am Donnerstag, Februar 25th, 2016 | Geschrieben unter: Strobel, Arno,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 

Autor:

Hannes Jaenicke
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN-10: 3442175356
TB: 192 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Nicht wirklich neu, aber dennoch gut für ein paar Denkanstöße

Inhalt:

Der privat schon lange in den Bereichen Umweltschutz und Menschenrecht sehr engagierte Schauspieler Hannes Jaenicke zeigt in diesem Sachbuch diverse Missstände auf, wie der einfache Konsument von Industrie, Medien und Politik im wahrsten Wortsinne verarscht wird.

Meine Meinung:

Das Buch ist zwar schon etwas älter, mir aber erst kürzlich in die Hände gefallen. Wenn man sich vorherige Bewertungen ansieht, scheint es die Nation ein wenig gespalten zu haben. Ich kann hier nur mein Empfinden dazu äußern.

Den Wahrheitsgehalt der beschriebenen Fälle kann ich nicht beurteilen, denke aber, dass Herr Jaenicke sich schon intensiv mit der Materie auseinandergesetzt hat. Vielleicht ist jedoch zwischenzeitlich tatsächlich einiges überholt. Andere Schweinereien sind bestimmt dazugekommen, sodass dies der Wichtigkeit des Buches keinen Abbruch tut.

Auch nehme ich Herrn Jaenicke sein Engagement und die Betroffenheit zu hundert Prozent ab. Klar ist auch, dass im normalen Lebensverlauf manche Dinge, die z. B. der Umwelt nicht guttun, einfach nicht zu vermeiden sind, aber jeder in der Lage sein sollte, zumindest einen kleinen Beitrag zu leisten. Zumindest das hat das Buch bei mir bewirkt, einfach mal intensiver über einiges nachzudenken und ich meine, das ist schon mal ein guter Anfang.

Wer nicht völlig blind durch die Welt geht und sich im TV auch mal etwas abseits vom Mainstream ansieht, für den sind einige der angeführten Themen sicher kein Neuland. Anderes wiederum war mir so nicht bewusst und für das Augenöffnen bin ich dem Autor, den ich auch als Schauspieler bewundere, sehr dankbar.

Dass der Mensch auf dem besten Wege dazu ist, sich durch seine Verhaltensweisen selbst zu vernichten, ist nicht neu. Wenn jeder, der das Buch liest, zumindest einiges für sich ändert, dann ist das auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Von daher gebe ich ganz klar eine Leseempfehlung.

Kerstin hat am Sonntag, Februar 21st, 2016 | Geschrieben unter: Jaenicke, Hannes,Sachbuch | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 

Autor:

Kristina Günak
Verlag: Egmont Lyx Verlag
ISBN-10: 3802593847
Taschenbuch: 288 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

WG-Chaos mit ungeahnten Nebenwirkungen

Inhalt:

Von ihrem geringen Verdienst als Café-Aushilfe und Bloggerin kann Marie sich die tolle Altbauwohnung in Berlin nicht mehr leisten, nachdem ihr Freund sie kurz entschlossen verlassen hat. Die Idee zu einer WG ist geboren und passende Kandidaten sind schnell gefunden. Das Zusammenleben sorgt für so einige Überraschungen und irgendwie scheint jeder etwas vor Marie zu verheimlichen. Da kommt es gar nicht so gut, dass sie für einen ihrer neuen Mitbewohner plötzlich mehr zu empfinden beginnt.

Meine Meinung:

Mit ihrem gewohnt humorvollen Schreibstil nimmt Kristina Günak den Leser mit in ein unterhaltsames WG-Abenteuer. Dabei fliegen die Herzen natürlich umgehend der verlassenen Ich-Erzählerin Marie zu, die nicht lange im Trennungsschmerz versinkt, sondern sich auf die neue Lebensphase einstellt. Aber auch die Nebenfiguren, wie die neuen Mitbewohner und die so sympathische wie hilfsbereite Hausgemeinschaft nehmen den Leser für sich ein.

Klar, dass so ein kunterbuntes WG-Leben den perfekten Ort für jede Menge Situationskomik bietet. Hier kommen Haustierliebhaber (Marie bloggt ja über Haustiere, obwohl sie „bisher“ keines hat) ebenso auf ihre Kosten wie Fans romantischer Liebesgeschichten mit all ihren Höhen und Tiefen. Denn erneut versteht es die Autorin, ganz behutsam auch schwierigere Themen anzusprechen, ohne dass man gleich in depressive Stimmung verfällt.

Wo Kristina Günak (oder auch Kristina Steffan) draufsteht, bekommt man locker-flockige Unterhaltung mit ein klein wenig ernstem Anstrich, die zumindest mich immer in eine besondere Wohlfühlstimmung versetzt.

Kerstin hat am Donnerstag, Februar 18th, 2016 | Geschrieben unter: Frauen,Günak, Kristina,Humor,Liebesroman,Steffan, Kristina | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Hi, ihr Lieben!

In letzter Zeit ist es arg ruhig geworden hier bei mir. Zum einen mussten wir es uns erst in unserem neuen Zuhause so richtig gemütlich machen (endlich sind auch alle Bücher ausgepackt, demnächst folgt eine Zählung und Fotos der Regale) und dann bin ich nach wie vor beruflich stark eingebunden, indem ich tolle Bücher korrigieren bzw. lektorieren darf.

Gerade heute ist eins davon erschienen, welches ich euch gleich mal empfehlen möchte. Margot S. Baumann wagt den Sprung ins Selfpublishing mit “Band des Schweigens”, dem ersten Fall für den gut aussehenden Anwalt John A. Fortune! Vor der wildromantischen Kulisse des schönen Cornwalls deckt er ein finsteres Familiengeheimnis auf.

Eigentlich wollte ich aber heute am Valentinstag, dem mein Mann übrigens komplett ablehnend gegenübersteht, womit er quasi ausfällt, jemandem eine Freude machen.

Und zwar bekam ich vor ca. einem Jahr vom cbt Verlag ein Leseexemplar von

“Love Letters to the Dead” von Ava Dellaira

Hier mal der Klappentext:

Eine Geschichte voller Liebe und Weisheit: Das beeindruckendste Jugendbuch des Jahres
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …

Eine wirklich berührende Geschichte. Ich habe leider begrenzte Platzkapazitäten und möchte das Buch daher gern verschenken. Vielleicht hat ja noch jemand anders Freude dran. Das Buch wurde vorsichtig gelesen und hat ein paar wenige Gebrauchsspuren am Einband, ist sonst aber in sehr gutem Zustand. Den Versand als Büchersendung übernehme ich. Hinterlasst einen kleinen Kommentar, wenn ihr das Buch möchtet und sagt mir vielleicht, ob ihr etwas und wenn ja, was ihr zum Valentinstag bekommen habt. Ich freue mich, von euch zu lesen.

Kerstin hat am Sonntag, Februar 14th, 2016 | Geschrieben unter: Gewinnspiel | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar
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