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Autor: |
Annika Strauss, Sebastian Fitzek |
| Verlag: | Droemer |
| ISBN-13: | 978-3426570760 |
| Taschen- buch: |
320 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Wenn Albträume Realität werden
Inhalt:
Mit vier Jahren wird Alysee Zeugin der Ermordung ihres Vaters, was sie nachhaltig beeinflusst. Die Angst vor dem Einschlafen und ihren Albträumen verfolgt sie ein Leben lang. Sie verarbeitet diese bei der Programmierung eines Horror-Spiels, welches der Beginn einer glorreichen Zukunft für sie sein soll. Dann erfährt sie von einer geheimnisvollen Erbschaft, die Licht in das Dunkel ihrer Vergangenheit bringen könnte. Doch damit geht der reale Albtraum erst los.
Meine Meinung:
Mein Lieblingsautor Sebastian Fitzek hat sich mal wieder zu einer Zusammenarbeit entschlossen, diesmal mit der Horror-Autorin Annika Strauss, die mir bisher völlig unbekannt war. Natürlich muss ich alles lesen, wo Fitzek draufsteht, wobei ich den Eindruck hatte, dass dieser hier nur ideengebend und unterstützend beteiligt war.
Nichtsdestotrotz konnte mich das Buch gut unterhalten und die Spannung durchgehend aufrechterhalten werden. Die Fitzek-typischen Plot-Twiste haben mir ein wenig gefehlt, die Ausrichtung insgesamt glitt mir zu sehr ins Genre Science-Fiction und war damit schon etwas weit hergeholt.
Sehr gut fand ich die kreierte Atmosphäre in dem Horrorhotel, die für die eine oder andere Gänsehaut gesorgt hat. Auch die Erzählungen einiger Nebenfiguren sorgten für Schockmomente ebenso wie die beschriebenen albtraumhaften Tode. Horror war definitiv enthalten, Thriller für mich eher weniger erkennbar. Dafür mehr Phantastik, auf die man sich schon einlassen muss. Die enthaltenen Zeichnungen machten einige Szenen auf grauenvolle Weise noch vorstellbarer.
Wer nicht zu viel Fitzek erwartet und dem Horror-Genre gegenüber aufgeschlossen ist, wird dem Buch sicher einiges abgewinnen können. Ich denke schon, dass ich einer weiteren Zusammenarbeit beider Autoren eine Chance geben würde.
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Autor: |
Howard Carpendale (mit Sabine Eichhorst) |
| Verlag: | Heyne |
| ISBN-13: | 978-3453219168 |
| Gebundene Ausgabe | 315 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Auch mit achtzig Jahren auf allen Bühnen zu Hause
Zum Inhalt:
Dem Südafrikaner aus Durban gelang in den siebziger und achtziger Jahren in Deutschland der große Durchbruch. Sein unverwechselbarer Akzent, die einfühlsamen, ehrlichen Texte sicherten ihm eine große Fangemeinde. In seiner Biografie blickt er zurück – auf die guten, aber auch die schwierigen Zeiten seines Lebens.
Meine Meinung:
Schon als kleines Mädchen mochte ich die Musik von Howard Carpendale, dieser besondere Akzent hatte es mir einfach angetan. Inzwischen steht er – mit einer kleinen Unterbrechung – seit sechzig Jahren auf der Bühne und ich höre ihn immer noch gern. Die letzte Tour ist beendet, aber es soll noch lange nicht Schluss sein.
Seine Biografie "Unerwartet" sollte genau das für mich sein. Denn da geht es nicht nur um seine große Musikerkarriere, hinter Howie, wie er ungern genannt wird, steckt viel mehr. Dieser Mann hat zu vielem eine Meinung und diese scheut er sich nicht zu sagen. Ob es die aktuelle Weltlage ist oder die Politik der Vergangenheit, seine moralischen Werte, seine Bindung zur Familie. Vieles in diesem Buch war neu für mich und ringt mir Bewunderung ab. Vor allem seine Ehrlichkeit, wie er offen mit seinen Fehltritten oder der Krankheit seiner Frau umgeht.
Ich fand das Buch durchgängig sehr interessant, aufschlussreich und gut zu lesen. Die vielen Bilder untermalen dies sehr ausdrucksstark. Wer sich für den Sänger wie Menschen Howard Carpendale begeistert, kann mit dieser Biografie nicht falschliegen.
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Autor: |
Ernest Nybørg |
| Verlag: | Verlag Edition AV |
| ISBN-13: | 978-3868413380 |
| Taschen-buch: | 290 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Skrupelloses Handeln beim Milliardengeschäft Energie
Inhalt:
Der als Unfall getarnte Mord an einem dänischen Politiker wird zum neuen Fall für Anne Munk, Kommissarin bei der Kripo Aarhus. Offenbar stand er mit seiner Gegenstimme einem milliardenschweren Geschäft zwischen Dänemark und Finnland zum Bau eines Windparks in der Ostsee im Weg. Als zudem noch eine junge Journalistin spurlos verschwindet, die Unregelmäßigkeiten bei der Entsorgung von Sondermüll bei eben jener finnischen Firma dokumentiert hatte, spitzt sich die Lage dramatisch zu. Anne Munk stößt auf eine Mauer des Schweigens und muss sich mit den Manipulationen eines windigen Anwalts auseinandersetzen, der ihr immer einen Schritt voraus ist.
Meine Meinung:
Nachdem zuletzt Kommissar Erik Martensen aus Odense in einem brisanten Fall in Dänemark ermitteln durfte, schickt Ernest Nybørg nun Anne Munk in Aarhus in die Spur, wobei sie von ihrem ehemaligen Mentor Martensen sogar Unterstützung bekommt, sodass man sich über ein Wiedersehen freuen kann, wenn man "Martensen und das wehrlose Wasser" gelesen hat.
Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt. Die Kommissarin Anne Munk war mir auf ihre Art sehr sympathisch. Anfangs eher unfreiwillig in den Fall geworfen, verbeißt sie sich schnell darin, verfolgt jede Spur und tritt dabei ihren Gegnern und teilweise auch Vorgesetzten durch ihr Engagement gehörig auf die Füße.
Einmal mehr versteht es der Autor hervorragend, aktuelle Themen zu einem spannenden Kriminalfall auszubauen. Die Facts am Ende des Buches zeigen die Brisanz und Realitätsnähe. Genau so könnte es passieren oder schon passiert sein. Denn in Zeiten, wo Profit und Gier über allem stehen, ist ein Menschenleben wenig wert.
Beeindruckt war ich von der detailgenauen Beschreibung der Örtlichkeiten in Aarhus oder auch Helsinki. Es erscheint als ziemlich sicher, dass der Autor hier direkt vor Ort recherchiert hat, damit so ein konkretes Bild entstehen kann.
Die Spannung flaut zu keinem Zeitpunkt ab und auch wenn der gerechtigkeitsliebende Leser sich vielleicht ein etwas anderes Ende gewünscht hätte, so spiegelt es doch in diesem Fall glaubhaft die Realität wider und der Ausgang vermittelt den Eindruck, dass hier noch nicht aller Tage Abend ist und man sich vielleicht auf eine Fortsetzung freuen kann. Ich tue es in jedem Fall.
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Autor: |
Ursula Poznanski |
| Verlag: | Loewe |
| ISBN-13: | 978-3743216600 |
| Gebundene Ausgabe | 445 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Erebos lädt erneut zum Spielen ein
Inhalt:
Eigentlich wollte Nick Dunmore nie mehr etwas mit Erebos zu tun haben. Doch es taucht erneut in seinem Leben auf und setzt ihn massiv unter Druck, sodass er sich ein weiteres Mal auf das Spiel einlässt. Der Einsatz ist hoch, denn es geht um Leben und Tod. Aber was Nick bzw. seine Spielfigur Sarius mit der von ihm angeworbenen Horde eigentlich finden soll, ist ungewiss. Die Faszination ist schnell wieder da, dennoch bleibt es ein Wettlauf gegen die Zeit.
Meine Meinung:
Dass ich Erebos 2 gelesen habe, ist nun auch schon wieder mehr als 6 Jahre her. Ich habe mir meine Einschätzungen der ersten beiden Bände noch mal durchgelesen. Während mich Band 1 absolut geflasht hatte, fand ich Band 2 eher ausbaufähig. Dieser nunmehr vorliegende dritte Teil der Reihe liegt irgendwo dazwischen.
Es war schön, wieder in die Welt von Erebos zu tauchen. Besonders hat mir gefallen, dass man diesmal mehr in der Spielewelt als der realen unterwegs ist. Ich bin wahrlich kein Gamer, aber die dort agierenden Kreaturen haben schon etwas Besonderes und die Kämpfe und Begegnungen waren spannend dargestellt.
Erebos stellt also erneut ein großes Rätsel. Es gibt unzählige Hinweise und Zeichen, die aber Nick und seine Mitstreiter, wie vermutlich auch der Leser, nicht schlau genug sind zu deuten. Da diesbezüglich über große Strecken des Buches einfach nur Verwirrung herrscht und erst zum Schluss alles irgendwie einen Sinn ergibt, nimmt das ein wenig von der Spannung und zieht die Geschichte in die Länge.
Dafür endet das Ganze aber mit einem großen Knall (zum Glück nicht im wörtlichen Sinne) und sämtliche Puzzlesteine fallen an ihren Platz, sodass man das Buch befriedigt zuschlagen kann.
Erebos ist diesmal quasi allmächtig, schaltet sich an und ab, wie es ihm beliebt und lässt seinen Mitspielern kaum Spielraum, selbstständig zu agieren. Ich frage ich immer wieder, wie das funktionieren soll und denke, dass hinter allem irgendwie ein großer Mastermind stecken muss. Vielleicht gibt es ja einen 4. Band in ein paar Jahren, der die große Erklärung liefert. Man darf ja hoffen und ich wäre dann auch wieder mit dabei. Ich denke, wem die Welt von Erebos bisher gefallen hat, wird auch in Band 3 Positives entdecken und nicht enttäuscht sein.
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Autor: |
Colleen Hoover |
| Verlag: | dtv |
| ISBN-13: | 978-3423285490 |
| Gebundene Ausgabe | 412 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Musst du erleben, was du schreibst?
Inhalt:
Nach einem Shitstorm zur Verfilmung eines ihrer Romane leidet die erfolgreiche Thriller-Autorin Petra Rose unter einer Schreibblockade, jedoch braucht sie dringend einen neuen Bucherfolg, um ihre Rechnungen bezahlen zu können. Sie zieht sich in eine einsame Hütte am See zurück und hofft auf Inspiration. Diese ereilt sie in Person von Detective Nathaniel Saint. Er entspricht genau ihrer Vorstellung des Cops in ihrem Buch und als er ihr anbietet, sie mit seinem Wissen zu unterstützen, lässt sie sich auf ein gefährliches Spiel ein.
Meine Meinung:
Tatsächlich ist dies mein erster Roman von Colleen Hoover gewesen, die derzeit als eine der erfolgreichsten Autorinnen überhaupt gilt. Nun ja, vielleicht sollte ich ihr eine weitere Chance geben, denn dieses Buch war jetzt nicht der große Hauptgewinn für mich. Ich bin nur froh, die Kurzgeschichte, auf der der Roman beruht, vorher nicht gekannt zu haben, sonst wäre die Enttäuschung wohl ungleich größer.
Die Autorin versteht es zu schreiben und Spannung aufzubauen, keine Frage. Deshalb konnte man das Buch auch flüssig durchlesen, wurde dabei gut unterhalten und es gab auch einige Spannungsmomente sowie überraschende Wendungen. Das war es dann auch an Positivem.
Ich weiß nicht recht, wo ich das Buch einordnen soll. Für einen Romantic-Thriller fehlte sowohl die Romantik als auch der Thrill. Eine Anziehung zwischen den Protagonisten war klar erkennbar und endete schließlich auch in einigen spicy Szenen. Ich konnte auch die Faszination von Petra gegenüber Saint nachvollziehen, der so anders agierte, als sie es kannte. Aber dass die Beziehung irgendwie mein Herz berührt hätte – nein.
Schlimm fand ich generell das Verhalten der weiblichen Hauptfigur und vor allem ihre extreme Empörung am Ende. Das war für mich nicht nachvollziehbar, nachdem sie doch alles so genossen und das Ganze schließlich auch zum gewünschten Ziel geführt hatte. Ihre Ambivalenz und das Baden in Selbstmitleid machte es mir wirklich schwer, sie zu mögen. Letzten Endes hinterlässt das Buch bei mir keinen guten Nachgeschmack und wird sicher schnell in Vergessenheit geraten.
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Autor: |
Lilly Lucas |
| Verlag: | Knaur |
| ISBN-13: | 978-3426528648 |
| Klappen-broschur: | 380 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Neue Chance für alte Liebe auf Cherry Hill
Zum Inhalt:
Poppy McCarthy, das Küken der Familie, steht überhaupt nicht auf County-Musik und schon gar nicht auf Trace Bradley, der einst ihre Gefühle in einem Song verarbeitete und damit zum gefeierten Star wurde. Der Zufall will es, dass sie ihm nach einem Unfall Erste Hilfe leistet und im Krankenhaus für seine Freundin gehalten wird. Die Presse ist ihnen direkt auf den Fersen und bedrängt Poppys Familie. Um wieder Ruhe zu bekommen, willigt sie in den fragwürdigen Plan von Trace’ Manager ein, seine Freundin zu spielen. Wenn da nur nicht noch unterschwellige Gefühle bei beiden brodeln würden …
Meine Meinung:
Am schlimmsten ist, dass jetzt wohl meine Zeit auf Cherry Hill mit dem vierten Band ein Ende finden wird. Ich denke, dieser war tatsächlich mein liebster der Reihe. Ehrlich gesagt habe ich ihm schon seit den ersten Bänden entgegengefiebert, wo die Geschichte zwischen Poppy und Trace immer mal wieder angeteasert wird.
Klar, der sexy Country-Star mit dem ganzen dazugehörigen Trubel und die wilde, manchmal etwas verpeilte Poppy geben natürlich auch ein explosives Paar ab. Ich fand ihre Liebesgeschichte einfach zuckersüß, die Rückblenden in die Vergangenheit haben mir so manches Mal die Tränen in die Augen getrieben. Emotional hat mich dieses Buch ganz schön auseinandergenommen.
Toll fand ich auch, dass die Problematik aus dem Vorgängerband zwischen Poppy und Flynn ein befriedigendes Ende fand und nicht einfach totgeschwiegen wurde. Die kleinen Anspielungen zwischendurch auf die Green Valley-Reihe der Autorin haben meine Neugier einmal mehr entfacht und ich bin sehr froh, dass ich diese noch vor mir habe. So kann ich beglückten Herzens von Cherry Hill Abschied nehmen und mich auf ein neues Abenteuer einlassen.
Die Atmosphäre in allen Büchern dieser Reihe hat mich absolut begeistert, ich konnte mich zwischendurch kaum von den Seiten lösen und erlebte so viele Wohlfühlmomente, wie ich auch alle Figuren, besonders natürlich die Schwestern, in mein Herz geschlossen habe. Wer romantische Liebesgeschichten mag, kann mit Lilly Lucas einfach nichts falsch machen.
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Autor: |
J. T. Geissinger |
| Verlag: | Bramble Verlag |
| ISBN-13: | 978-3-426-56631-2 |
| Taschen-buch: | 382 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Spicy Lovestory mit überraschendem Plot-Twist
Zum Inhalt:
Kayla verliert ihren Ehemann und steht plötzlich allein mit dem reparaturbedürftigen Haus da. Zum Handwerker Aidan verspürt sie sehr schnell eine magische Anziehung, was sie doch sehr verwundert so kurz nach Michaels Tod. Im Haus geschehen derweil mehrere unerklärliche Dinge, die Kayla an ihrem Verstand zweifeln lassen. Und dann bekommt sie noch Post vom Gefängnisinsassen Dante, der sie zu kennen scheint. Aus reiner Neugier lässt sie sich auf einen Briefwechsel mit ihm ein und hat keine Ahnung, wohin das Ganze sie führen wird.
Meine Meinung:
Die Cover-Gestaltung inkl. des Farbschnitts war schon mal sehr ansprechend. Den Klappentext sollte man sich nicht zu genau ansehen, denn der führt schlichtweg, ebenso wie der Titel, in die Irre. Schon klar, dass nicht zu viel von der enthaltenen überraschenden Wendung verraten werden soll, aber hier werden regelrecht falsche Informationen gegeben.
Durch die Leseprobe hatte ich bereits eine Ahnung bekommen, dass es einen paranormalen Touch geben wird. Diesen fand ich auch sehr spannend und gerne hätte ich auch mehr Fokus auf der Geschichte mit dem Pen Pal gehabt, aber die verkommt leider zur Nebensache. Erst die letzten ca. 80 Seiten konnten mich dann wieder fesseln und überraschen, auch wenn ich bereits eine leichte Ahnung hatte, wohin es gehen könnte.
Die restlichen Seiten bestehen fast ausschließlich aus Aufeinandertreffen erotischer Natur zwischen Kayla und Aidan. Gefühlt aller 5 Seiten fallen sie übereinander her und einzig daraus scheint ihre Beziehung zu bestehen. Das muss man mögen, ebenso den Schwenk in den SM-Bereich. Mir war das dann stellenweise doch zu viel, daher auch ein Punkt Abzug.
Ansonsten ist der Schreibstil der Autorin, von der ich erstmalig gehört habe, recht angenehm zu lesen. Sie weiß durchaus, den Leser in die Geschichte zu ziehen und an der Lösung des Rätsels um Kayla, Aidan und Dante zu beteiligen. Das ist schon clever gemacht und sorgt für den einen oder anderen Aha-Moment.
Wer dunkle Romanzen mag und auch von paranormalen Effekten nicht abgeschreckt wird, könnte mit dem Buch durchaus sein Vergnügen haben.
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Autor: |
Sebastian Fitzek |
| Verlag: | Droemer |
| ISBN-10: | 978-3426281758 |
| Gebundene Ausgabe | 367 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Drum prüfe deine Nachbarn …
Zum Inhalt:
Durch ein einschneidendes Kindheitserlebnis leidet Sarah Wolff an Monophobie, sie kann nicht allein sein. Nachdem ihr Ehemann sich als psychopathischer Killer herausgestellt hat und seine Haftzeit dem Ende entgegengeht, flieht sie mit ihrer Tochter nach Berlin und versucht in der Anonymität der Großstadt unterzutauchen. Ihre Beziehung zu einem Zahnarzt scheitert, ihre Tochter geht auf Klassenfahrt – plötzlich muss sie sich dem Alleinsein und ihren Dämonen stellen. Doch ist sie wirklich so unbeobachtet, wie sie glaubt?
Meine Meinung:
Es ist Ende Oktober, es ist Fitzek-Zeit. Diesmal habe ich es geschafft, sein neuestes Werk relativ zeitnah zu lesen. Bestellt war es ohnehin schon Monate zuvor.
Auch wenn ich häufiger lese, dass die Qualität seiner Romane immer mehr abnimmt, für mich gilt das bei "Der Nachbar" definitiv nicht. Von der ersten Seite an wird gekonnt Spannung aufgebaut, die durch die kurzen Kapitel, die meist noch mit Cliffhangern enden, und vielen unerwarteten Wendungen auch bis zum Schluss auf hohem Niveau bleibt. Den ganz großen Knall, wo mir am Ende sonst meist der Mund etwas offen stehen bleibt, gab es diesmal nicht, dafür wird aber die Basis für eine mögliche Fortsetzung gelegt. Warten wir mal ab.
Beim "Nachbar" handelt es sich quasi um einen Stalker der fürsorglichen Sorte, was wohl eher selten vorkommt, bis er es dann übertreibt. Das bedrohliche Szenario, in dem sich Sarah wiederfindet, ist sehr gut nachzuvollziehen. Teilweise empfand ich es so beklemmend, dass ich selbst etwas mehr den Fokus auf die Sicherheit im eigenen Zuhause gelegt habe.
Der Autor präsentiert diesmal fast stakkatoartig neue Verdächtige, sodass es hin und wieder schon schwerfällt, hier auf dem Laufenden zu bleiben bzw. seine Denkweise, wer der Täter sein könnte, wieder anders auszurichten. Auch sollte man sich die von Sarah erdachten und vom Täter dann teilweise ausgeführten Tötungsarten nicht allzu bildhaft vorzustellen. Das könnte empfindlichen Gemütern dann doch etwas zu weit gehen.
Ich bin mit dem Buch wieder sehr gut unterhalten worden. Es löst sich alles nachvollziehbar auf und hinterlässt nur ganz wenige Fragen. Der Stil, Aufbau und Auflösung sind sowieso meins, weshalb Herr Fitzek bei mir einmal mehr einen Treffer gelandet hat.
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Autor: |
Caroline Wahl |
| Verlag: | Dumont Buchverlag |
| ISBN-13: | 978-3832167240 |
| Taschen- buch: |
205 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Kann den Hype nicht nachvollziehen
Zum Inhalt:
Nur im Freibad, wenn Tilda täglich ihre 22 Bahnen schwimmt, kann sie abschalten von ihrem Alltag. Von den Herausforderungen als Mathematikstudentin, dem Job an der Supermarktkasse und vor allem dem täglichen Kampf mit der alkoholkranken Mutter, vor der sie ihre 10jährige Schwester Ida zu schützen versucht. Von einem freien, selbst gestalteten Leben wagt sie nicht zu träumen. Bis Viktor in ihr Leben tritt, der Bruder ihres Freundes Ivan, der fünf Jahre zuvor mit seiner gesamten restlichen Familie ums Leben kam.
Meine Meinung:
Vermutlich haben wir es hier mit der sogenannten E-Literatur zu tun und ich weiß schon, warum ich fast ausschließlich U-Literatur, also Unterhaltungsliteratur lese. Zu dem zweiten Stern konnte ich mich nur durchringen, weil es ja vielleicht an mir liegt, dass ich mit einem derart hochgelobten Buch nicht wirklich etwas anfangen konnte. Möglicherweise fehlt mir da das Verständnis, schließlich ging es mir bereits bei "Sophies Welt" oder auch "Feuchtgebiete" so.
Das Schicksal von Tilda und Ida berührt und für ihre unermüdliche Aufopferungsbereitschaft kann man Tilda nur bewundern. Aber es bleiben für mich auch viele Fragen offen. Wie stemmt sie einen dreiköpfigen Haushalt als Studentin mit einen Teilzeitjob? Warum sucht sie keine Hilfe bei den Behörden? Ich kann gut nachempfinden, dass Tilda Ida nicht in diesem gefährlichen Umfeld allein lassen möchte, aber es muss doch auch andere Lösungen geben. Wieso verteufelt sie die Alkoholsucht ihrer Mutter, nimmt aber ohne mit der Wimper zu zucken als junges Mädchen Drogen. Sie scheint ja sehr intelligent zu sein und müsste es besser wissen.
Wirklich Spannung kam für mich keine auf und die Liebesgeschichte konnte mich auch nur begrenzt abholen. Viktor scheint ein toller Kerl zu sein, aber insgesamt erfährt man zu wenig über ihn. Auch über den Hintergrund der Krankheit der Mutter hätte ich gern mehr erfahren und das Ende war nicht wirklich befriedigend.
Was mich aber wirklich genervt hat und zwar so, dass ich kaum zwei bis drei Seiten am Stück lesen konnte, war der Schreibstil. Die Sprache kann nur als sehr einfach bezeichnet werden, geprägt von Wiederholungen und ohne Raffinesse. Vermutlich ist es der Mathematikerin geschuldet, dass alle Zahlen als Ziffern geschrieben wurden, was sich wirklich unmöglich liest. Ganz schlimm fand ich allerdings die Dialog-Darstellung. Das muss beim Hörbuch noch viel schlimmer sein und ich denke, dieses Buch ist eines der wenigen, wo es Sinn macht, nur den Film zu sehen und aufs Buch zu verzichten. Keine Kenntlichmachung von Gedanken, die meist dann eh als wörtliche Rede wiederholt wurden. Das Voranstellen der sprechenden Person, für mich einfach nur ein Ärgernis. Es verhindert jeden Lesefluss und ein wenig mehr Intelligenz könnte man dem Leser schon zutrauen, dass er erkennt, wer spricht. Aber sehr wahrscheinlich ist das alles so gewollt und ich verstehe es nur nicht.
Für dieses Buch kann ich keine Empfehlung abgeben, es hat mich nur wenig berührt, meistens eher gelangweilt und der Schreibstil hat mich regelrecht verärgert. Vielleicht schaue ich mir den Film irgendwann mal an, wenn er im TV läuft, auf die Fortsetzung des Buches verzichte ich gern.
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Autor: |
Ben Zucker (mit Martin Werner) |
| Verlag: | Heyne |
| ISBN-13: | 978-3453219052 |
| Gebundene Ausgabe | 191 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Vom Straßenjungen auf die größten Bühnen
Zum Inhalt:
Benjamin Fritsch – der Junge von der Straße – hat einen großen Traum. Einmal wie sein Vorbild Kurt Cobain die großen Bühnen rocken und die Menschen mit seinem Gesang begeistern. Bis dahin ist es ein langer Weg, auf den der inzwischen erfolgreiche Schlager-/Pop-Sänger den Leser mitnimmt.
Meine Meinung:
Bereits seit ich seine Stimme das erste Mal hörte, bin ich Ben Zucker verfallen. Damals lief seine erste Single "Na und" bei irgendeinem Werbespot im Hintergrund und flashte mich direkt. Gesehen habe ich ihn kurz darauf beim Schlagerboom, was sein großer Durchbruch war und mich zum Fan machte. Fortan wurde jede CD gekauft und ich konnte ihn bereits 2018 bei seiner ersten kleinen Clubtour persönlich treffen. Ein Erlebnis, was ich nie vergessen werde. Daher war natürlich seine Biografie für mich ein Muss.
Einiges wusste ich schon durch diverse Interviews, aber trotzdem enthielt sie noch viel Neues für den interessierten Leser. Angefangen bei der Flucht aus der DDR kurz vor der Wende, über den mühsamen Weg hinein ins Musikbusiness und die dadurch entstehenden Herausforderungen, denen sich Ben immer wieder mutig stellte.
Schonungslos ehrlich und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, berichtet Ben von seinen Erfolgen, aber auch den jeweiligen Rückschlägen, die er immer wieder aus eigener Kraft überwunden hat. Natürlich vor allem durch den Rückhalt seiner Familie und Freunde, ohne die es vielleicht anders ausgegangen wäre.
Das Buch, welches mit Unterstützung von Bens Schwagers Martin Werner entstanden ist, liest sich unheimlich interessant, flüssig und ist sehr gut lektoriert worden. Wer ein bisschen hinter die Fassade des Sängers mit der rauchigen Stimme blicken möchte, ist hier genau richtig. Und seine Einstellung zum Leben, einfach machen und immer wieder aufstehen, sollte für jeden eine Inspiration sein.
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