Rezension: “Das Signal”
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Autor: |
Ursula Poznanski |
| Verlag: | Knaur |
| ISBN-13: | 978-3426568125 |
| Gebundene Ausgabe | 398 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Wem kannst du noch trauen?
Zum Inhalt:
Die Innenarchitektin Viola Decker verliert beim Einsturz ihres alten Weinkellers ein Bein, ist fortan ans Haus gefesselt und sogar aufs Erdgeschoss beschränkt. Ihr Mann Adam kümmert sich rührend um sie und stellt eine Pflegerin ein, die sich jedoch eher als Gefängniswärterin entpuppt. Einige seiner Handlungen sind widersprüchlich, sodass Viola misstrauisch wird. Sie versieht ihn und noch einige weitere Gegenstände mit einem Tracker und ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, denn immer mehr Ungereimtheiten treten auf. War ihr Unfall vielleicht kein Zufall?
Meine Meinung:
Ich habe Bücher von Ursula Poznanski schon immer gern gelesen, obwohl ich längst nicht alle kenne. Da der Roman als Nachfolge von "Die Burg", was ich erst kürzlich las, beworben wurde, bin ich direkt neugierig geworden. Wer jedoch besonders auf die digitale Thematik Wert legt, wird vielleicht enttäuscht sein, denn diese bildet in Form der Tracker nur einen Nebenschauplatz.
Die Protagonistin wurde mir nach und nach immer sympathischer. Der Roman ist auch ausschließlich aus ihrer Sicht erzählt. Nach dem anfänglichen Schock arrangiert sie sich recht schnell mit den Gegebenheiten und geht ihr neues Leben mutig an. Selbst an ihr Zuhause gefesselt, wird die Überwachung ihr tägliches Hauptanliegen neben dem Training, um bald wieder mobiler zu sein. Das hält die Spannung konstant aufrecht und ich konnte manchmal kaum aufhören mit Lesen. Viola entwickelt eine Art schwarzen Humor, der mich richtig begeistert hat. Trotz des ernsten Themas musste ich oft laut auflachen.
Sie selbst ist auch nicht gerade fehlerfrei, wie die spätere Entwicklung zeigt. Überhaupt gibt es einige Wendungen, die man so nicht erwarten konnte und dazu richtig spannende und gefährliche Szenen. Mich hat das Buch durchgehend wahnsinnig gut unterhalten, es ist sogar eines meiner liebsten der Autorin. Wer psychologische Spannung mit einigen Überraschungen und etwas Humor zu schätzen weiß, kann hier nichts falsch machen.
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