Category: All Age/Jugend
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Autor: |
Katie Kacvinsky |
| Verlag: | Bastei Lübbe (Boje) |
| ISBN-10: | 3414823381 |
| Gebundene Ausgabe | 384 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
| Serienzuge-hörigkeit: | 2. Teil der Maddie-Trilogie |
Gelungene Fortsetzung eines erschreckend realen Zukunftsszenarios
Zum Inhalt:
Madeline Freeman lebt inzwischen bei ihrem Bruder in Los Angeles. Die Idee ihrer Freunde, einen Club aufzusuchen, nimmt sie freudig auf. Als sich jedoch herausstellt, das auch dort alles nur digital abläuft, kommt die kleine Rebellin in Maddie zum Vorschein und sie boykottiert die Veranstaltung. Überraschungsgast ist ihre große Liebe Justin, den die Sehnsucht zu ihr veranlasst, sich auf eine ernsthafte Beziehung mit Maddie einzulassen.
Das Glück dauert nur kurz an, denn Maddies Bruder lässt sie in ein Umerziehungscenter einweisen, was er für den besten Weg hält. Dort sind Hirnwäsche und Einzelhaft Standard und der Willen der Insassen wird in kürzester Zeit gebrochen. Maddie steht eine unglaublich harte Zeit bevor und nur durch die Hilfe des Pflegers Gabe, der den Kontakt zu ihren Freunden herstellt, findet sie die nötige Kraft. Wird es ihr gelingen von innen heraus dem System einen entscheidenden Schlag zu versetzen und kann sie etwa doch auf die Unterstützung ihres Vaters, dem Erfinder der Digital School, zählen?
Meine Meinung:
Mit dem ersten Band der Trilogie über die vernetzte Welt im Jahr 2060, in der alle Kinder zur Digital School „gehen“ und überhaupt kaum jemals außerhalb der eigenen vier Wände agieren, hat mich Katie Kacvinsky noch nicht so ganz überzeugen können. Das ist ihr mit diesem zweiten Band wesentlich besser gelungen. Es empfiehlt sich, den Vorgänger unbedingt gelesen zu haben, denn die Autorin setzt ohne nähere Erklärungen dessen Geschehen fort. Wenn die Lektüre schon etwas länger her ist, fällt die Personenzuordnung nicht ganz leicht, vor allem in Maddies und Justins Freundeskreis, aber die Hauptfiguren sind sehr schnell wieder präsent.
Durch die erneute Ich-Perspektive liegt natürlich auch hier der Fokus fast ausschließlich auf Maddie und da diese schon kurz nach Beginn zwangseingewiesen wird, spielt deshalb ein Großteil des Buches im Umerziehungscenter. Die dort angewandten Methoden werden so plastisch beschrieben, dass sie gehörig unter die Haut gehen. Man leidet extrem mit dem jungen Mädchen, welches sich jedoch zu einem immer stärkeren und selbstbewussteren jungen Menschen entwickelt, der für seine Überzeugung mit allen Mitteln kämpft.
Die junge Liebe zu Justin blüht trotz aller Widerstände auf und es gibt einige sehr süße und romantische Szenen mit den beiden. Der abenteuerliche Ausbruch aus dem Center und die damit verbundene Gefahr lässt den Puls ordentlich in die Höhe schnellen. Besonders hervorheben möchte ich die Nebenfigur des Gabe, der einfach unglaublich sympathisch rüberkommt und mit seiner Abneigung gegen Technik so richtig erfrischend ist.
„Maddie – Der Widerstand geht weiter“ ist eine rundum gelungene Dystopie, in der der spannende Kampf gegen ein überholtes System fortgesetzt wird, aber auch eine romantische Liebesgeschichte für Höhepunkte sorgt. Es gibt nur ein paar klitzekleine Abstriche zu machen, weswegen ich 4,5 von 5 Sternen vergebe.
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Autor: |
Anna Loyelle |
| Verlag: | Bookshouse |
| ASIN: | B00BQM6JA6 |
| E-Book: | 224 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Nichts ist turbulenter als die erste Liebe …
„Liebe aus Versehen“
Inhalt:
Obwohl sie sich nicht ganz sicher ist, gibt die 16-jährige Lauren dem Drängen ihres Freundes Ben nach, endlich mit ihm zu schlafen. Auf einer Party soll das unvergessliche Erlebnis stattfinden. Ihre Sorgen erweisen sich jedoch als unbegründet, zärtlich und einfühlsam wie nie geht ihr Partner auf sie ein. Aus Scham war es ihr jedoch lieber, das Licht auszulassen. Mit dem Zurückkehren in selbiges beginnt für Lauren eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes.
Meine Meinung:
Die Grundstory ist natürlich nicht neu, aber Anna Loyelle schafft es wunderbar, die Gefühle ihrer jugendlichen Protagonisten rüberzubringen. Besonders die Beschreibung des ersten Mals ist sehr romantisch und intensiv zugleich. Ben entpuppt sich im Nachhinein als der Typ, für den Lauren sowieso viel zu gut gewesen wäre. Bezaubernd auch die Beschreibung des Reitstalls. Jedem jungen Mädchen, das zum ersten Mal verliebt ist und zudem vielleicht noch Pferde mag, trifft diese Geschichte mitten ins Herz.
„Ein Kick zu viel“
Inhalt:
Olives Eltern halten ihre Tochter für wohl behütet und unschuldig. Doch diese hatte bereits vor einem Jahr an ihrem sechzehnten Geburtstag ihr erstes Mal. Seitdem trifft sie sich mit ihrem Freund Anthony heimlich an den aufregendsten Orten, wo sie dann ihre Leidenschaft füreinander ausleben. Als Anthony sie allerdings auf ein verfallenes Fabrikgelände führt, werden sie Zeuge eines Doppelmordes und geraten bald selbst ins Visier der Verbrecher.
Meine Meinung:
„Ein Kick zu viel“ ist eine wirklich spannende Geschichte, die den Puls zum Finale gehörig in die Höhe treibt, bevor alles ein gutes Ende findet. Die Protagonisten sind hier schon ein wenig weiter und leben ihre Sexualität voll aus. Wunderschön dargestellt ist ihre unbändige Sehnsucht nacheinander, als sie sich für längere Zeit nicht sehen können, die beweist, dass man auch in so jungen Jahren schon zu tiefer Liebe fähig ist.
„Halfpipe der Gefühle“
Inhalt:
Mit ihrem Vater zieht die 15-jährige Erin in das verschlafene Örtchen Cojote Place, wo niemandem etwas verborgen bleibt. Sie verbringt mit ihren neuen Freundinnen viel Zeit im Skatepark und begegnet dort auch Liam, der regelmäßig für Contests trainiert. Sie schlägt alle Warnungen in den Wind und kommt ihm schnell näher. Dennoch führt ein böses Gerücht zum Bruch in ihrer jungen Beziehung. Als es fast zu spät ist, bleibt ihr nur, ihm die ganze Wahrheit über sich zu offenbaren, und somit sein Vertrauen zu gewinnen.
Meine Meinung:
Besonders Freunde des Skatersports werden an dieser Geschichte große Freude haben. Ein dunkles Geheimnis schwebt während der ganzen Zeit über Erin und kann doch nicht genau definiert werden. So entsteht eine permanente Grundspannung, die die Handlung vorantreibt. Moral der Geschichte ist hier wieder einmal, dass man weniger auf Gerüchte als auf sein Herz hören sollte. Alternativ würde neben Vertrauen auch das oft unterschätzte Miteinanderreden viel Leid verhindern.
Fazit:
In allen drei Liebesgeschichten kann der Autorin ein hohes Einfühlungsvermögen in die Gedanken- und Gefühlswelt ihrer jugendlichen Protagonisten bescheinigt werden. Sprachlich trifft sie den richtigen Ton und lässt auch aktuelle Ereignisse einfließen. Für Teenager, die am Beginn ihrer sexuellen Erweckung stehen, oder aber auch jung gebliebene Leser/-innen, die sich gern an diese Zeit zurückerinnern, sehr zu empfehlen.
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Autor: |
Simone Olmesdahl |
| Verlag: | Bookshouse |
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ISBN-10: |
9963724035 |
| TB/E-Book | 352 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Gefährliche Talentsuche
Inhalt:
Die 17-jährige Anna weiß von der magischen Welt und wird behutsam von ihrer Tante Eva darauf vorbereitet, eines Tages ihr besonderes Talent, die Nekromantie (sie kann als Medium Kontakt mit den Toten aufnehmen), zu erben. Doch dieser Tag kommt schneller als erwartet, denn Evas Tante wird vom Oberhaupt der Magierfamilie Fingerless, deren besonderes Zeichen ein abgeschnittener Finger beim Opfer ist, ermordet. Beim Beherrschen ihrer neuen Gabe bekommt Anna Hilfe von der Hexe Marla. Dem Charme von deren Ziehsohn Sebastian kann sie vom ersten Tag an kaum widerstehen.
Doch, was anfangs niemand ahnt, Sebastian ist ein Fingerless und Anna damit ein willkommenes Opfer für ihn. Seine kürzlich erworbene Gabe der Empathie macht ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung und so erwidert er schon bald die ihm von Anna entgegengebrachten Gefühle. Schnell finden sich die beiden Liebenden zwischen Sebastians skrupelloser Magierfamilie und dem Beirat für magische Angelegenheiten, der beim Erreichen seiner Ziele auch nicht gerade zimperlich vorgeht. Anna muss von heute auf morgen zeigen, was in ihr steckt und da ist auch noch eine geheimnisvolle Prophezeiung, die sie als Siegerin über die Magier sieht.
Meine Meinung:
Bei „Gefährlich begabt“ handelt es sich um den Debütroman von Simone Olmesdahl und gleichzeitig den Beginn ihrer Talent-Tetralogie. Die Leser dürfen sich also noch auf drei weitere Bände freuen. Das Cover finde ich recht gelungen. Die Farbe macht sofort aufmerksam und beide Protagonisten haben irgendwie eine besondere Ausstrahlung, wobei die männliche Hauptfigur ein wenig auf einen Vampir hindeutet, was nicht so ganz passt. Sehr schön die florale Gestaltung der Schrift, die noch mal ein Gesicht ergibt und die Schmetterlinge passen auch sehr gut zum Inhalt, da sie nicht selten Ausdruck für Annas Gefühle sind.
Als Zielgruppe für das Buch würde ich jugendliche Leser nicht unter 14 Jahren sehen, da es von Seiten der Magierfamilie gewalttechnisch ziemlich zur Sache geht. Aber auch erwachsene Leser, die sich gern mal in paranormale Welten entführen lassen, werden bestens bedient. Die Autorin verfügt über einen sehr schönen Schreibstil und so fliegen die Seiten nur so dahin.
Die Liebesgeschichte zwischen Anna und Sebastian nimmt natürlich einen großen Umfang ein. Dabei sind mir Annas Gefühle für eine 17-jährige manchmal ein wenig zu euphorisch. Sie wird nie müde, die besonderen Eigenschaften ihrer großen Liebe zu betonen, ihr Herz muss so einiges durchmachen und auch die Schmetterlinge im Bauch kommen kaum je zur Ruhe. Dennoch ist das alles ganz süß und Teenager werden sicher begeistert darin schwelgen.
Die Grundidee mit den verschiedenen Talenten, die von skrupellosen Magiern gestohlen werden und auch die Hintergrundgeschichte dazu, finde ich richtig gut. Erzählt ist das Ganze auch in richtigem Tempo, sodass nie Langeweile aufkommt. Es fehlt nicht an überraschenden Wendungen und selbst der Humor kommt trotz der Schwierigkeiten nicht zu kurz.
Simone Olmesdahl hat mit dem ersten Band ihrer paranormalen Talent-Reihe einen spannenden Auftakt geschaffen, der den Leser mit den Figuren mitfiebern und in den romantischen Momenten das Herz höher schlagen lässt, und das alles ganz ohne Vampire und Werwölfe. Herzlichen Glückwunsch!
Und hier noch zur Einstimmung der Trailer zum Buch:
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Autor: |
Julia S. Heinrich |
| Verlag: | Bookshouse |
| ISBN-10: ASIN: |
9963722679 |
| TB/E-Book | 304 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Auf welcher Seite stehst du?
Inhalt:
In einer nicht ganz so weit entfernten Zukunft hat die 15-jährige Joline mit den üblichen Problemen eines Teenagers zu kämpfen. Die Schule macht nicht wirklich viel Spaß, dafür um so mehr die Unternehmungen mit der besten Freundin Sina. Das Wichtigste ist es, an die neueste Technik zu kommen, wofür sie es schon mal auf eine Konfrontation mit den Eltern ankommen lässt, die so in ihren Jobs aufgehen, dass sie ohnehin wenig Zeit für sie haben.
Als Sina sich verliebt, nimmt sie Joline mit zu einem Jugendclub, wo ihr Schwarm ein und aus geht, und der sich letztlich als Basis der Militanten entpuppt, einer Gruppierung, die sich die Vernichtung von reproduzierten Tieren zum Ziel gemacht hat. Joline glaubt den Einflüsterungen des charismatischen Anführers Zerberus, ist allerdings in einem Gewissenskonflikt, weil ihr Vater genau in jenem Gentechnik-Unternehmen arbeitet, das für die Reproduktion verschiedenster Tiere verantwortlich ist. Als eines Tages das Wildpferd Eo vor ihr steht, muss sie eine Entscheidung treffen.
Meine Meinung:
Der Debütroman von Julia S. Heinrich und erster Teil der GenTec Genesis-Reihe findet sein Zielpublikum am ehesten beim jugendlichen Leser im Teenageralter, kann aber durchaus auch der älteren Generation Spaß bereiten. Ein äußerst flüssiger Schreibstil, der die Sprache der Jugend perfekt wiedergibt, lässt die Seiten nur so dahinfliegen. Allerdings dauert es für meinen Geschmack ein wenig zu lange, bis mal wirklich etwas passiert. Und als es dann so richtig interessant und spannend wird, ist das Buch leider schon zu Ende. Natürlich ist der Leser jetzt erst richtig gespannt auf die Fortsetzung.
Joline ist ihrem Alter entsprechend noch ein wenig uneins mit sich und so ganz kann ich ihre Entscheidung sich sofort den Militanten anzuschließen, nicht nachvollziehen. Aber die Zweifel folgen auf dem Fuße und ihre Entwicklung bleibt interessant. Besonders toll fand ich, dass es kein Schwarz oder Weiß gibt, jede Partei hat gute Argumente und der Leser fühlt sich so selbst gezwungen, genauer darüber nachzudenken, und am Ende Position zu beziehen.
Das Feld der Genetik wird nicht übermäßig ausführlich behandelt und sollte auch für die jüngeren Leser verständlich sein. Noch viel Potential bietet die kleine Liebesgeschichte, die sich anbahnt, aber noch nicht richtig zum Tragen kommt.
„Joline“ ist ein unterhaltsamer Roman, für alle jungen und junggebliebenen Leser, denen nicht egal ist, welche Auswirkungen der Raubbau an der Natur auf unsere Zukunft hat.
Und hier noch zur Einstimmung der Trailer zum Buch:
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Autor: |
Elisabeth Herrmann |
| Verlag: | cbt |
| ISBN-10: |
3570161269 |
| broschiert | 411 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Spannender Jugendthriller in frostig-glitzernder Atmosphäre
Zum Inhalt:
Als Kind ist die 17-jährige Nicola Wagner oft in dem kleinen Örtchen Siebenlehen im Harz bei ihrer Tante Kiana gewesen. Nach ihrem Tod soll sie nun deren Haus „Schattengrund“ erben, doch ihre Eltern sind strikt dagegen, und da Nico die Volljährigkeit noch nicht erreicht hat, lehnen sie das Erbe ohne ihr Einverständnis ab. In Unkenntnis der wahren Gründe macht Nico sich heimlich auf, um ihr Erbe wenigstens noch einmal zu sehen. Von der Dorfgemeinschaft schlägt ihr Misstrauen, teilweise sogar Hass entgegen. Was ist in der Vergangenheit geschehen? Während Siebenlehen nach einem Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten wird, ist es nur der attraktive Leon, der ihr Hilfe anbietet. Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass ein schreckliches Verbrechen begangen wurde und bald schon ist auch Nico in Lebensgefahr, denn der Täter weilt immer noch in dem verwunschenen Dorf.
Meine Meinung:
„Schattengrund“ ist der erste Thriller, den ich von Elisabeth Herrmann gelesen habe und es wird ganz sicher nicht der letzte bleiben. Zielgruppe für den Roman sind Leser ab 14 Jahren, aber ich finde auch der erwachsene Thriller-Liebhaber kann sich dem spannenden Sog der Geschichte nur schwer entziehen.
Sehr atmosphärisch beschreibt die Autorin das idyllische Dorf im Harz und bei den häufigen Beschreibungen der klirrenden Kälte ist man heilfroh, wenn man das Buch im wohlig beheizten Raum genießen kann. Für die Einführung und bis zu dem Moment, wo es dann mal richtig zur Sache geht, verrinnt für meinen Geschmack ein wenig zu viel Zeit. Dafür zieht zum Ende hin das Thema dermaßen an, dass es fast unmöglich wird, das Buch vor der Auflösung noch mal wegzulegen. Geschickt legt die Autorin ihre Spuren und durch eine Gemeinsamkeit, die alle als Täter in Frage kommenden Personen gleichermaßen auszeichnet, ist es schier unmöglich, vorfristig vorauszusagen, wohin die Reise geht. Die Identität des Täters ist am Ende zwar schlüssig, für mich dennoch nicht in allen Punkten glaubwürdig.
Neben der packenden Aufklärung des Verbrechens mit einigen mystischen Elementen, ist auch die zart aufblühende Liebesbeziehung zwischen Nico und Leon ein besonderes Highlight, was vor allem wiederum die jüngeren Leser(innen) zu schätzen wissen werden.
Mich hat „Schattengrund“ sehr gut unterhalten, denn der mitreißende Erzählstil von Elisabeth Herrmann weiß über den größten Teil des Buches zu fesseln und neben dem Thrillerelement gibt es auch noch was fürs Herz.
Ich danke dem cbt-Verlag herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
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Autor: |
Krystyna Kuhn |
| Verlag: | Arena |
| ISBN-10: |
340106472X |
| Broschierte Ausgabe | 298 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Das geheimnisvolle Tal
Inhalt:
Verspätet kommen Julia und ihr Bruder Robert im abgelegenen Grace College, einem Elitecollege für Hochbegabte, in den kanadischen Rocky Mountains an und haben es daher schwer, sich in die bereits gebildeten Grüppchen einzufügen. Um Abhilfe zu schaffen, nehmen sie an der Einweihungsparty im Bootshaus teil. Doch dort kommt es fast zur Katastrophe. Robert sieht ein Mädchen in den See springen und folgt ihr, um sie zu retten. Er selbst gerät in Lebensgefahr und kann erst in letzter Minute geborgen werden. Am nächsten Tag wird ein Mädchen vermisst, doch niemand glaubt Roberts Geschichte, denn dieses saß im Rollstuhl und hätte es nie auf die Klippe geschafft. Die Geheimnisse im Tal häufen sich und Julia wird ebenso wie ihr Bruder von den Schatten ihrer Vergangenheit verfolgt.
Meine Meinung:
Das Tal von Krystyna Kuhn ist eine spannende Jugendbuchreihe, deren Ende bisher nicht abzusehen ist. Da die Season 1 vier Teile umfasst, stelle ich mal die Vermutung an, dass es insgesamt 16 Bücher werden könnten, jeweils 4 Stück pro Studienjahr am Grace College. Die Romane erscheinen auch im Abstand von 3 Monaten beim Arena Verlag und ich werde versuchen, mich schnellstmöglich an das aktuellste Buch heranzulesen.
Der erste Teil der Season 1 – „Das Tal“ beginnt relativ gemächlich mit dem Ankommen der Geschwister am Grace und Kennenlernen der Mitstudenten. Diese sind so unterschiedlich wie geheimnisvoll. Spätestens jedoch mit dem von Robert beobachteten Sprung des Mädchens ins Wasser und dem kurz darauf entdeckten Todesfall nimmt die Spannung nicht mehr ab.
Besonders die immer nur häppchenweise von der Autorin servierten Bruchstücke der Vergangenheit von Robert und Julia haben es in sich. Der Leser will unbedingt wissen, was die Albträume bedeuten, warum beide so „besonders“ sind und wird geradezu magisch ans Buch gefesselt. Das Tal selbst verbirgt auch viele Geheimnisse, die vorerst nur am Rande berührt werden, aber viel Potential für die Fortsetzungen bieten. Der Cliffhanger am Ende schließlich animiert zum direkten Loslaufen, um den nächsten Teil in seinen Besitz zu bringen und ohne Pause weiterlesen zu können.
Mich hat der Auftakt der Reihe sehr überzeugt und ich bin äußerst gespannt, was mich noch erwartet.
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Autor: |
Veronica Roth |
| Verlag: | cbt |
| ISBN-10: |
3570161315 |
| Gebundene Ausgabe | 476 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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In welche Fraktion gehörst du?
Zum Inhalt:
Eine Welt in vielleicht gar nicht so ferner Zukunft. Die Menschen sind in Fraktionen unterteilt. Da gibt es die Altruan (die Selbstlosen), die Candor (die Freimütigen), die Ken (die Wissenden), die Amite (die Friedfertigen) sowie die Ferox (die Furchtlosen). Beatrix gehört zu denjenigen, die sich nunmehr mit Erreichen des 16. Lebensjahres, festlegen müssen, in welcher Fraktion sie fortan leben möchten. Dabei gilt die Maxime „Fraktion vor Blut“.
Sie ist hin- und hergerissen und ein Test bringt die Bestätigung. Sie trägt die Eigenschaften mehrerer Fraktionen in sich und ist daher eine Unbestimmte, die als gefährlich eingestuft werden. Daher gilt es, dieses Geheimnis um jeden Preis zu wahren. Als sich Tris, wie sie sich nunmehr nennt, gegen ihre Familie bei den Altruan und für die mutigen Ferox entscheidet, ahnt sie nicht, dass ihr ein unerbittlicher Kampf bevorsteht.
Meine Meinung:
Mit großen Erwartungen habe ich mich auf den Auftaktband von Veronica Roth’s Dystopie gestürzt, die allerdings nicht zu hundert Prozent erfüllt wurden. Faszinierend finde ich diese Welt der Fraktionen ja schon, vor allem, weil es so schwer vorstellbar ist, wie ein Mensch sich so genau zuordnen lassen kann. Eigentlich müssten es doch irgendwie alles Unbestimmte sein, wo bliebe sonst die Individualität? Hier fehlt mir auch ein wenig Hintergrundwissen, wie es überhaupt dazu kam, dass diese Welt, so wie sie ist, entstand. Auch übertritt wohl keiner je die Stadtgrenze. Was ist dahinter, da muss es doch noch mehr geben, aber sicher geben darüber die Folgebände Auskunft.
Da sich aus Tris‘ Sicht fast alles ausschließlich um die Altruan bzw. die Ferox dreht, hatte ich anfangs ein wenig Schwierigkeiten die anderen Fraktionen auseinanderzuhalten bzw. ihre Eigenschaften richtig zuzuordnen. Wenn man bedenkt, dass das Buch eigentlich für Jugendliche ausgelegt ist, hätte auf die eine oder andere Darstellung von roher Gewalt unter den Initianten durchaus verzichtet werden können. Trotz allem ist das Buch überaus packend beschrieben und gipfelt schließlich in einem atemberaubenden Showdown, der allerdings für meinen Geschmack ein wenig zu viele Opfer forderte. Personen, von denen ich gern noch weiterhin gelesen hätte.
Die Entwicklung der zarten Gefühle zwischen Tris und ihrem Ausbilder Four fand ich ganz reizend und an keiner Stelle in Kitsch ausartend. Einen sehr guten Gesamteindruck hinterlassend, macht „Die Bestimmung“ auf jeden Fall Lust auf die Fortsetzung der Trilogie, denn Potential für weitere spannende Abenteuer bietet die Geschichte allemal.
Ich danke dem cbt-Verlag herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
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Autor: |
Kerstin Gier |
| Verlag: | Arena |
| ISBN-10: | 3401063472 |
| Gebundene Ausgabe | 400 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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| Serienzuge-hörigkeit: | 2. Teil der Edelstein-Trilogie |
| ausgelesen: | 18.04.2010 |
Frisch verliebt durch die Zeit
Inhalt:
Gwendolyn Shepherd hat sich damit abgefunden, die letzte weibliche Zeitreisende in einer langen Ahnengalerie zu sein. Jedoch lässt sie nur widerwillig Lektionen über die Politik im 19. Jahrhundert, das Menuett-Tanzen oder wie man einen Fächer richtig hält, über sich ergehen. Diese sind jedoch unabdingbar für ihre Zeitreisen. Einziger Trost ist ihr, dass sie Gideon, in den sie sich unsterblich verliebt hat, täglich sehen kann. Jedoch verhält er sich ihr gegenüber zunehmend rätselhafter. Wird sie in der Zukunft etwas gegen ihn unternehmen, was sich auf seine Gefühle zu ihr in der Gegenwart auswirkt?
Meine Meinung:
Auch im zweiten Teil ihrer Zeitreise-Trilogie für Jugendliche kann Kerstin Gier wieder ihr ganzes Können abrufen. Gewohnt witzig, romantisch und voller verrückter Ideen begleitet der Leser Gwen und Gideon durch die Jahrhunderte. Besonderes Highlight ist der Geist eines Wasserspeier-Dämons, den nur Gwen sehen kann und der ihr so manchen guten Dienst erweist, dabei jedoch auch zum Brüllen komisch ist.
Die Hintergrundgeschichte um die Zeitreisefamilien wird immer verzwickter, ein Geheimnis jagt das nächste und hält somit die Spannung auf hohem Niveau. Einmal mehr ist man nach Beendigung des Buches einfach nur traurig, dass man nicht direkt bei Smaragdgrün, welches als Abschlussband für Oktober 2010 angekündigt ist, weiterlesen kann. Das kleine, leicht zu knackende Rätsel auf der letzten Seite facht die Neugier nur noch mehr an.
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Autor: |
Stephenie Meyer |
| Verlag: | Carlsen |
| ISBN-10: | 355135782X |
| Taschenbuch: | 576 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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| Serienzuge- hörigkeit: |
2. Teil der Biss-Tetralogie |
| ausgelesen: | 08.11.2009 (HC-Ausgabe) |
Edward schmerzlich vermisst
Inhalt:
Bella Swan, gerade 18 geworden, wähnt sich am Ziel ihrer Träume. Endlich ist sie mit ihrem geliebten Edward, einem Vampir, vereint.
Doch ein gefährlicher Zwischenfall in seinem Haus macht alles zunichte. Edward glaubt Bella durch sich und die Seinen in ständiger Gefahr und beschließt, dass eine endgültige Trennung, ihr am besten helfen kann, ein normales Leben zu leben. Doch weit gefehlt, Bella zerbricht fast an dieser Entscheidung. Einzig ihre Freundschaft zu Jacob hilft ihr über die schwere Zeit. Doch auch dieser wird immer sonderlicher. Sie begibt sich bewusst in Gefahr, weil sie nur dann eine Verbindung zu ihrem Liebsten spürt. Ein Missverständnis schließlich bringt Edward in ernste Gefahr und nur Bella kann ihn retten.
Meine Meinung:
Auch der zweite Teil der Tetralogie von Stephenie Meyer ist wieder sehr schön geschrieben. Es dauert ein wenig bis das Buch in Fahrt kommt, jedoch die Wandlung Jacobs zum Werwolf ist gut beschrieben. Man kann schon ein wenig Mitleid mit ihm haben, wo er doch so gar keine Chance bei Bella hat. Genau wie sie, wird jedoch auch der Leser Edward schmerzlich vermissen. Um so schöner ist dann ihre Wiedervereinigung und natürlich bleibt die Spannung, ob Edward Bella ihren sehnlichsten Wunsch, sie zum Vampir zu machen, erfüllt.
Hoffen wir, dass bei der Verfilmung etwas mehr von Edward zu sehen ist, als die Buchvorlage hergibt.
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Autor: |
Kerstin Gier |
| Verlag: | Arena |
| ISBN-10: | 3401063340 |
| Gebundene Ausgabe | 345 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
![]() |
| Serienzuge-hörigkeit: | 1. Teil der Edelstein-Trilogie |
| ausgelesen: | 05.11.2009 |
Liebe geht durch alle Zeiten
Inhalt:
Die Familie der 16-jährigen Gwendolyn verbirgt ein Geheimnis, denn seit Generationen wird ein Zeitreisegen unter den Nachkommen vererbt und aus diesem Grund wird auch Gwennys Cousine Charlotte, die am richtigen Tag Geburtstag hat, seit Jahren mit diversen Lektionen überschüttet, um sich, wenn es soweit ist, in der Vergangenheit zurechtzufinden.
Der Zeitpunkt des ersten Zeitsprungs rückt näher, doch dann ist es plötzlich Gwendolyn, die sich in der Vergangenheit wiederfindet, natürlich völlig unvorbereitet. Sie bekommt eine bestimmte Aufgabe und wird dabei von dem überaus arroganten, doch nicht minder gut aussehenden Gideon begleitet. Ein Geheimnis nach dem anderen offenbart sich Gwenny. Wird sie ihre Mission zu einem glücklichen Ende bringen?
Meine Meinung:
Mit diesem Buch beginnt die für ihre spritzigen Chick-lit-Romane bekannte Autorin eine wunderbare Zeitreisegeschichte für Jugendliche, die als Trilogie ausgelegt ist. Jedoch sollten auch jung gebliebene Erwachsene unbedingt zugreifen. Mit gewohntem Witz schickt sie ihre Protagonistin Gwenny durch die verschiedenen Zeitebenen. Dabei wird mit jeder Aufdeckung eines Geheimnisses ein neues offenbart, sodass die Spannung zu keiner Zeit nachlässt.
Die beginnende Liebesgeschichte zwischen Gwenny und Gideon ist zart und romantisch. Eine faszinierende Hintergrundgeschichte wurde da erdacht, die einem nach Beendigung des ersten Teils einfach nur frustriert zurücklässt, weil die Fortsetzung „Saphirblau“ noch nicht zu haben ist.
Ich bin mir ganz sicher, dass auch die kommenden Teile halten, was der Auftaktband verspricht.
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