Category: Fantasy/Paranormal
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Autor: |
Kristina Günak |
| Verlag: | Selfpublishing |
| ASIN: |
B00H6ZX9IW |
| E-Book | Kurzgeschichte mit 43 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Weihnachten bei Eli
Inhalt:
Auch eine flippige Erdhexe, die ständig auf Weltrettungsmission unterwegs ist, hat sich ein paar besinnliche Tage über das Weihnachtsfest verdient. So weit der Plan. Doch wenn das Ganze auf ein Familientreffen der besonderen Art im Hegewald hinausläuft, bei dem zwei Ex-Engel, ein Werjaguar, ein Halbvampir, Mutter und Tochter Hexe nicht zu vergessen und man staune, zwei ganz normale Menschen, aufeinandertreffen, kann dies eigentlich nur im Chaos enden. Aber lest selbst!
Meine Meinung:
Kristina Günak, die Autorin der bisher aus drei Bänden bestehenden Reihe um die Hexe Elionore Brevent und ihre Freunde, hat sich für ihre Leser/-innen ein besonderes Nikolausgeschenk ausgedacht. Sie gibt nämlich einen Einblick, wie verhext ein Weihnachts- oder in diesem Fall besser Jul-Fest im Hause Brevent sein kann. Ein paar Tage kann man die Geschichte auf Amazon kostenlos erwerben, aber selbst die paar Cent, die sie vielleicht im Nachhinein kosten wird, ist sie allemal wert.
Für Kenner der Reihe bietet sich hier ein erfreuliches Wiedertreffen mit all den liebgewonnenen Figuren, verbunden mit der Hoffnung, dass es bis zum nächsten Band nicht gar zu lange dauert. Neueinsteiger werden aufgrund der Tatsache, dass Kristina Günak Fußnoten für sich entdeckt hat, bestens über die wichtigsten Umstände und Personenhintergründe informiert und sollten im Anschluss nicht zögern, tiefer in die Welt der Erdhexe einzutauchen.
Mit ihrem gewohnt unverwechselbaren Humor macht die Autorin das Lesen zu einem wahren Vergnügen, aber auch besinnliche Momente hat die Story zu bieten. Ich oute mich gern als großer Fan von Eli und vielleicht wirst du ja der nächste. Eine Leseprobe zum ersten Eli-Band ist übrigens auch im E-Book enthalten.
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Autor: |
Heike Eva Schmidt |
| Verlag: | Knaur Verlag |
| ISBN-10: |
3426513110 |
| Taschenbuch | 448 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Magische Zeitreise voller Fantasie und Romantik
Zum Inhalt:
Wir schreiben das Jahr 1987. Die 21-jährige Lehramt-Studentin Emma Wiltenberg begleitet eine Horde Zwölftklässler auf Klassenfahrt in die Dolomiten. Dort gerät sie in das Reich des sagenumwobenen Zwergenkönigs Laurin, der sie für seine verschollene Geliebte Similde hält. Mit dem ebenfalls von Laurin gefangen gehaltenen Jonathan, einem Adligen aus dem 18. Jahrhundert, gelingt ihr die Flucht, jedoch werden beide von einem Fluch gestreift, der sie die Hälfte des Tages in ein Tier verwandelt. Zudem müssen sie entsetzt feststellen, dass die Zeit in Laurins Reich wesentlich langsamer vergangen ist. Einer der ehemaligen Schüler Emmas stahl 1987 einen magischen Ring von Laurin, der ihm Macht und Ansehen verlieh. Dieser Ring bietet für die schon bald extrem Verliebten die einzige Möglichkeit den Fluch zu lösen und ein gemeinsames Leben zu verbringen. Eine abenteuerliche Jagd, nunmehr im Jahr 2014, beginnt.
Meine Meinung:
„Die gestohlene Zeit“ ist ein wundervolles magisches Zeitreise-Abenteuer, an dem es für mich nichts zu bekritteln gibt. Die Legende um den Zwergenkönig Laurin ist perfekt in die heutige Zeit eingeflochten worden. Einerseits weckt Emmas Ausgangspunkt im Jahr 1987 Erinnerungen an die eigene Jugend, andererseits ist es hinreißend komisch, wie jemand aus dieser Zeit plötzlich in der Gegenwart mit Computern, Handy und allem anderen modernen Kram zurechtkommen muss. Und stellen Sie sich mal vor, man kommt gar aus dem 18. Jahrhundert! Dabei hatte ich so manche Lachträne im Auge.
Die Figuren sind äußerst lebendig und liebevoll gezeichnet, wobei Gut und Böse klar abgegrenzt sind. Ob es die innige Freundschaft von Emma zu ihrer besten Kindheitsfreundin Caro, ihr rührendes Verhältnis zum alten Lehrer Spindler oder die langsam, aber um so heftiger aufkeimende Liebe zu Jonathan ist. Die Autorin versteht es ganz ausgezeichnet, Gefühle zu transportieren, sodass man förmlich mitleidet, wenn den Liebenden nur jeweils eine Stunde in Menschengestalt gegönnt ist.
Auf den über 400 Seiten kommt nicht ein einziges Mal Langeweile auf und durch überraschende Wendungen wird das Tempo noch verschärft. Das Buch bietet alles, um so richtig abzutauchen und seine Umwelt zu vergessen. Humor, Romantik, Magie, Kampfgeist, Mut und Abenteuer. Eine absolute Leseempfehlung!
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Autor: |
Kira Licht |
| Verlag: | bookshouse Verlag |
| ISBN-10: |
9963724531 |
| ASIN: |
B00BWMHZM6 |
| E-Book: | 368 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Liebe zum Todfeind und seine Auswirkungen
Inhalt:
Die Blutdämonin Nikka gehört einer der einflussreichsten Dämonen-Familien an, die die Erde inkl. der fast ausgerotteten Menschheit übernommen haben. Weil sie ihre Unabhängigkeit liebt, geht sie ihren eigenen Weg und hat sich den Engelsjägern angeschlossen, die auf Seiten der Menschen erbitterten Widerstand gegen die Invasion leisten. Bei einem Einsatz trifft sie auf den schwer verletzten Engel Levian und bringt es nicht fertig, ihn kaltblütig zu töten. Sich ihrer Gefühle selbst nicht sicher, nimmt sie ihn mit nach Hause und pflegt ihn gesund. Dabei kochen die Emotionen bald über und die Anziehungskraft zwischen beiden wird immer stärker. Doch den Todfeind zu lieben, kann eigentlich nur Unglück bringen, oder?
Meine Meinung:
„Himmlische Versuchung“ ist der erste Band einer Dilogie, die im Dezember im Bookshouse Verlag mit „Höllischer Verrat“ seine Fortsetzung findet. Ich bin froh, dass ich das Buch erst jetzt gelesen habe, denn so ist die Wartezeit bis zum nächsten Band nicht allzu lang. Denn größter Kritikpunkt an dieser wunderbaren dystopischen paranormalen Romanze ist sein abruptes und damit ziemlich unbefriedigendes Ende. Wer also noch ein wenig warten kann, der sollte beide Bücher direkt am Stück lesen.
Nikka ist eine sehr sympathische Heldin, taff und cool, aber auch verletzlich und zu Gefühlen fähig, wie ihre Rettung des Engels beweist. Ihre Aversion gegen Abendkleider oder auch ihre nicht gegebenen Kochkünste sorgen für einige Lacher.
Auch die anderen Figuren sind liebevoll gezeichnet, wenn auch der Fokus durch die Ich-Perspektive eindeutig auf Nikka liegt. Der Engel, da die meiste Zeit krank und bettlägerig, bleibt ein wenig blass, aber da er, wie das Ende zeigt, offenbar einiges zu verbergen hat, ist das okay so. Die Liebesszenen zwischen beiden haben genau das richtige Maß und sind voller Sinnlichkeit und Gefühl beschrieben.
Durch den ständigen Kampf Engel gegen Dämonen kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Somit ist Kira Licht ein äußerst abwechslungsreicher Genremix aus Dystopie und paranormaler Romanze gelungen, dessen Leser die Fortsetzung sicher kaum erwarten können.
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Autor: |
Colleen Gleason |
| Verlag: | Blanvalet |
| ISBN-10: | 3442372704 |
| Taschenbuch | 416 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
| Reihenzuge-hörigkeit: | Buch der Vampire – Band 1 |
| ausgelesen am: | 27.06.2010 |
Wunderbare Vampir-Serie in historischem Gewand
Zum Inhalt:
Victoria Gardella kann nach einer Trauerzeit endlich ihr Debüt in London geben und die anwesenden Junggesellen sind durchaus nicht abgeneigt. Zur gleichen Zeit erfährt Victoria allerdings auch von ihrem Familienerbe, denn sie ist ein Venator und damit prädestiniert für die Jagd auf Vampire.
Zwischen Ballsälen und der nächtlichen Jagd in Londons Straßen hin- und hergerissen, ist sie schon bald völlig überfordert, vor allem da sich der begehrteste Junggeselle der Saison, der Marquis von Rockley, auf Brautschau begibt und sie ihn ihm ausgerechnet einen Freund aus Jugendtagen wiedererkennt, der sein Herz schon bald an sie verliert. Wie lange kann sie ihr Geheimnis vor ihm verbergen und ist sie Lilith, der Königin der Vampire, wirklich schon gewachsen?
Meine Meinung:
Mit „Bleicher Morgen“ startet eine außergewöhnlich gute Vampirserie, die, anders als die meisten, in der Vergangenheit spielt. Victoria, die sich dazu entscheidet, ihr Erbe anzunehmen und bestmöglich den Kampf gegen Lilith und ihre Jünger aufzunehmen, ist eine sympathische Heldin, mit der man richtig mitfühlen kann. Das Setting wird durch Kleidung und Ereignisse detailgetreu beschrieben, aber nie ausufernd, sodass ein stetiger Lesefluss nicht unterbrochen wird.
An interessanten männlichen Charakteren mangelt es auch nicht, was viel Spannung auch im romantischen Sinn für die nächsten Bände verspricht, zumal Sebastian und Maximilian sowieso das größte Potenzial haben, wie ich finde. Das Buch ist eine perfekte Mischung aus historischem Liebesroman und spannender Fantasy. Ich bin auf die Fortsetzungen auf jeden Fall gespannt.
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Autor: |
Alyson Noël |
| Verlag: |
Page & Turner |
| ISBN-10: | 3442203619 |
| Broschiert | 384 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Serienzuge- |
2. Teil der Evermore-Reihe |
| ausgelesen: | 24.06.2010 |
Etwas lahme Fortsetzung von „Die Unsterblichen“
Zum Inhalt:
Seit Jahrhunderten mussten Ever und Damen um ihre Liebe kämpfen. Immer wieder starb sie eines unnatürlichen Todes, bevor es zu einer Vereinigung kam. Endlich scheint alles gut zu sein und der große Tag steht bevor. Doch plötzlich erscheint mit Roman ein neuer Schüler an ihrer Schule und Damens Gefühle für Ever scheinen sich urplötzlich gewandelt zu haben. Auch verliert er seine unsterblichen Kräfte. Welche geheimnisvolle Krankheit hat ihn befallen? Wem kann Ever trauen und wird es ihr gelingen, das Böse zu bekämpfen?
Meine Meinung:
Mit gewohnt flüssigem Schreibstil setzt Alyson Noel ihre Trilogie um Ever und Damen und ihre unsterbliche Liebe fort. Dennoch hat mich dieser zweite Teil weniger begeistert als der erste. Da sich Damen ja fast unmittelbar von Ever abwendet, fehlt natürlich der Romantikfaktor. Interessant ist hingegen, mehr von Damens Vergangenheit und wie er überhaupt unsterblich geworden ist, zu erfahren. Die Besuche im Sommerland ziehen sich doch etwas und erst zum Ende hin nimmt der Roman mit überraschenden Wendungen wieder Fahrt auf.
Mit ihrer falschen Entscheidung sorgt Ever zum Ende für einen schönen Cliffhanger, der trotz allem mit Spannung auf den Abschlussband und die dort präsentierte Lösung des entstandenen Problems warten lässt.
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Autor: |
Simone Olmesdahl |
| Verlag: | Bookshouse |
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ISBN-10: |
9963724035 |
| TB/E-Book | 352 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Gefährliche Talentsuche
Inhalt:
Die 17-jährige Anna weiß von der magischen Welt und wird behutsam von ihrer Tante Eva darauf vorbereitet, eines Tages ihr besonderes Talent, die Nekromantie (sie kann als Medium Kontakt mit den Toten aufnehmen), zu erben. Doch dieser Tag kommt schneller als erwartet, denn Evas Tante wird vom Oberhaupt der Magierfamilie Fingerless, deren besonderes Zeichen ein abgeschnittener Finger beim Opfer ist, ermordet. Beim Beherrschen ihrer neuen Gabe bekommt Anna Hilfe von der Hexe Marla. Dem Charme von deren Ziehsohn Sebastian kann sie vom ersten Tag an kaum widerstehen.
Doch, was anfangs niemand ahnt, Sebastian ist ein Fingerless und Anna damit ein willkommenes Opfer für ihn. Seine kürzlich erworbene Gabe der Empathie macht ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung und so erwidert er schon bald die ihm von Anna entgegengebrachten Gefühle. Schnell finden sich die beiden Liebenden zwischen Sebastians skrupelloser Magierfamilie und dem Beirat für magische Angelegenheiten, der beim Erreichen seiner Ziele auch nicht gerade zimperlich vorgeht. Anna muss von heute auf morgen zeigen, was in ihr steckt und da ist auch noch eine geheimnisvolle Prophezeiung, die sie als Siegerin über die Magier sieht.
Meine Meinung:
Bei „Gefährlich begabt“ handelt es sich um den Debütroman von Simone Olmesdahl und gleichzeitig den Beginn ihrer Talent-Tetralogie. Die Leser dürfen sich also noch auf drei weitere Bände freuen. Das Cover finde ich recht gelungen. Die Farbe macht sofort aufmerksam und beide Protagonisten haben irgendwie eine besondere Ausstrahlung, wobei die männliche Hauptfigur ein wenig auf einen Vampir hindeutet, was nicht so ganz passt. Sehr schön die florale Gestaltung der Schrift, die noch mal ein Gesicht ergibt und die Schmetterlinge passen auch sehr gut zum Inhalt, da sie nicht selten Ausdruck für Annas Gefühle sind.
Als Zielgruppe für das Buch würde ich jugendliche Leser nicht unter 14 Jahren sehen, da es von Seiten der Magierfamilie gewalttechnisch ziemlich zur Sache geht. Aber auch erwachsene Leser, die sich gern mal in paranormale Welten entführen lassen, werden bestens bedient. Die Autorin verfügt über einen sehr schönen Schreibstil und so fliegen die Seiten nur so dahin.
Die Liebesgeschichte zwischen Anna und Sebastian nimmt natürlich einen großen Umfang ein. Dabei sind mir Annas Gefühle für eine 17-jährige manchmal ein wenig zu euphorisch. Sie wird nie müde, die besonderen Eigenschaften ihrer großen Liebe zu betonen, ihr Herz muss so einiges durchmachen und auch die Schmetterlinge im Bauch kommen kaum je zur Ruhe. Dennoch ist das alles ganz süß und Teenager werden sicher begeistert darin schwelgen.
Die Grundidee mit den verschiedenen Talenten, die von skrupellosen Magiern gestohlen werden und auch die Hintergrundgeschichte dazu, finde ich richtig gut. Erzählt ist das Ganze auch in richtigem Tempo, sodass nie Langeweile aufkommt. Es fehlt nicht an überraschenden Wendungen und selbst der Humor kommt trotz der Schwierigkeiten nicht zu kurz.
Simone Olmesdahl hat mit dem ersten Band ihrer paranormalen Talent-Reihe einen spannenden Auftakt geschaffen, der den Leser mit den Figuren mitfiebern und in den romantischen Momenten das Herz höher schlagen lässt, und das alles ganz ohne Vampire und Werwölfe. Herzlichen Glückwunsch!
Und hier noch zur Einstimmung der Trailer zum Buch:
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Autor: |
Nadine Kühnemann |
| Verlag: | Bookshouse |
| ISBN-10: ASIN: |
9963722350 |
| TB/E-Book | 312 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Fantasievolles Abenteuer im Reich über den Wolken
Inhalt:
In Yel, dem Reich über den Wolken, werden die einheimischen Firunen immer mehr von den Eroberern, dem Volk der Valanen, ausgebeutet und niedergedrückt. Sogar ihre magische Flugfähigkeit wurde ihnen mittels eines eisernen Halsbandes, welches die Magie unterdrückt, geraubt. Leroy ist als einfacher Soldat in den Grenzlanden auf Eroberungsfeldzug, als eine ungeheure Entdeckung sein ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellt. Auch Prinzessin Elane, eigentlich Nachfolgerin auf dem Thron ihres Vaters, muss sich ganz neuen Gegebenheiten stellen. Und schließlich ist da noch der Firune Kjoren, der über sich hinauswachsen muss, will er seine Heimat retten.
Meine Meinung:
Mit „Jenseits des Windes“ erschien im Januar 2013 eines der ersten Bücher des neuen Verlages Bookshouse. Nadine Kühnemann erreicht mit ihrem All-Age-Fantasy-Abenteuer ein breites Publikum. Obwohl das Genre nicht gerade zu meinen Favoriten gehört, hat mich der Roman doch erstaunlich gut unterhalten.
Der Weltenaufbau ist sehr verständlich konstruiert, auch wenn ich mir ein wenig mehr zur Vorgeschichte gewünscht hätte. Wie die Valanen die Firunen überhaupt besiegen konnten, könnte ich mir gut vorstellen, in einem Extra-Buch oder einer nur in E-Book-Form erhältlichen Kurzgeschichte, zu lesen. Der Fantasy-Teil hält sich auch in Grenzen, es gibt also keine Zwerge, Gnome oder Ähnliches, weswegen auch Fans von Historicals Gefallen an der Geschichte finden könnten.
Bei den Charakteren stechen ganz klar positiv Kjoren und Elane hervor, die an ihrer Aufgabe wachsen und sich wirklich weiterentwickeln. Leroy, auch wenn es zur Geschichte passt, bleibt durchgängig eine weinerliche und wenig sympathische Figur, die manchmal extrem an den Nerven zerrt.
Das Finale gestaltet sich enorm aktionreich und ist teilweise so spannend, dass man die Seiten gar nicht schnell genug umblättern kann und sich am Ende mit einem Aufseufzen zufrieden zurücklehnt.
Somit hat es Nadine Kühnemann geschafft, ein abwechslungsreiches Abenteuer zu erschaffen, bei dem nie Langeweile aufkommt, und dabei Figuren zu kreieren, mit denen man gern mitfiebert.
Und hier noch der sehr schöne Trailer zum Buch:
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Autor: |
Stephenie Meyer |
| Verlag: | Carlsen |
| ASIN: |
B008M4U48O |
| E-Book: | ca. 63 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Viel zu kurz, aber dennoch lesenswert
Inhalt:
Edward Cullen ist für Bella Swan vom ersten Augenblick an faszinierend und geheimnisvoll. Seine Schönheit haut sie schlicht um, aber warum begegnet er ihr so ablehnend, ja fast hasserfüllt? Die hier dargestellte erste Begegnung aus Edwards Sicht gibt darüber Aufschluss.
Meine Meinung:
Ja, ich habe einen neuen Kindle und dieser muss gefüttert werden. Da landet natürlich auch das ein oder andere Gratis-E-Book im Warenkorb und obwohl auch für mich nach dem Abschluss der Verfilmung das Thema eigentlich durch ist, war ich gespannt darauf, diese kleine Kurzgeschichte zu lesen, die der Verlag kostenlos zur Verfügung stellt.
Es war dann auch irgendwie wie ein Heimkommen, sofort ist man wieder drin in der Welt von Forks und den Geheimnissen der Cullens. Ich fand es unheimlich interessant, die erste Begegnung von Edward und Bella aus der männlichen Sichtweise und in diesem Fall aus der des Raubtiers nachzulesen. Nie hätte ich vermutet, welche starken Hass-Gefühle er ihr anfangs sogar entgegengebracht hat. Auf jeden Fall meisterhaft erzählt und für alle Fans der Reihe unbedingt lesenswert.
Einen Stern Abzug gebe ich, weil nirgendwo erwähnt wird, dass die angebotene Kurzgeschichte (Kapitel) lediglich ca. 40 % des E-Books ausmacht. Des Weiteren sind zwei Leseproben und zwar eine aus „Biss zum Morgengrauen“ und eine aus „Biss zum ersten Sonnenstrahl“ enthalten. Da das Lesen des ersten Bandes schon eine geraume Weile her ist und ich den Roman über Bree Tanner gar nicht kenne, habe ich aber auch diese gern gelesen.
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Autor: |
Antje Wagner |
| Verlag: | Eigenpublikation |
| ASIN: |
B00AP8FKIE |
| Ebook: | ca. 32 Buchseiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Weihnachten mal anders
Inhalt:
Alicia Simon ist gern allein, was nicht alle in ihrem Umfeld verstehen können. Am Heiligabend hat sie es sich mit Marzipanstollen und einer heißen Schokolade so richtig gemütlich gemacht, als es an ihrer Tür klingelt. Völlig aufgelöst bittet ihr Nachbar Noel um ihre Hilfe bei einem Küchenmalheur. In der total verräucherten Wohnung kann er nicht bleiben und so lädt sie ihn für eine Nacht zu sich ein, ganz im Sinne der Nächstenliebe am Weihnachtsabend.
Am nächsten Tag wird Noel von seiner offensichtlich verwirrten Ex-Freundin aus der Wohnung geworfen und Alicia bietet ihm einmal mehr Asyl unter der Voraussetzung, dass er sich schnellstmöglich eine Wohnung sucht. Monate gehen ins Land und Alicia fragt sich immer mehr, wen sie sich da eigentlich in ihr Heiligstes geholt hat, doch um sich gegen ihre Zweifel zu wehren, fehlt ihr bereits die Kraft.
Meine Meinung:
Eine sehr unterhaltsame Weihnachtsgeschichte der etwas anderen Art wird hier leider auf viel zu wenigen Seiten von Antje Wagner geboten. Trotz der Kürze kann man sich sehr gut in Alicia hineinversetzen, obwohl man sie ab einem gewissen Zeitpunkt einfach nur noch schütteln und zum Aufwachen bringen möchte.
Besonders hat mir gefallen, dass zwar eine Menge Andeutungen bezüglich Noels Identität gemacht werden, es schlussendlich aber dem Leser überlassen bleibt, sich einen Reim auf ihn zu machen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr ausgewogen und lässt einen direkt abtauchen in die Geschichte. Vor dem Ende, welches positiv aber auch negativ gewertet werden kann, mag man nicht aufhören. Das hier in überzogener Form dargestellte Ausnutzen seiner Mitmenschen findet so manche Parallele im wahren Leben und regt zum Nachdenken an.
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Autor: |
Kerstin Gier |
| Verlag: | Arena |
| ISBN-10: | 3401063472 |
| Gebundene Ausgabe | 400 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
![]() |
| Serienzuge-hörigkeit: | 2. Teil der Edelstein-Trilogie |
| ausgelesen: | 18.04.2010 |
Frisch verliebt durch die Zeit
Inhalt:
Gwendolyn Shepherd hat sich damit abgefunden, die letzte weibliche Zeitreisende in einer langen Ahnengalerie zu sein. Jedoch lässt sie nur widerwillig Lektionen über die Politik im 19. Jahrhundert, das Menuett-Tanzen oder wie man einen Fächer richtig hält, über sich ergehen. Diese sind jedoch unabdingbar für ihre Zeitreisen. Einziger Trost ist ihr, dass sie Gideon, in den sie sich unsterblich verliebt hat, täglich sehen kann. Jedoch verhält er sich ihr gegenüber zunehmend rätselhafter. Wird sie in der Zukunft etwas gegen ihn unternehmen, was sich auf seine Gefühle zu ihr in der Gegenwart auswirkt?
Meine Meinung:
Auch im zweiten Teil ihrer Zeitreise-Trilogie für Jugendliche kann Kerstin Gier wieder ihr ganzes Können abrufen. Gewohnt witzig, romantisch und voller verrückter Ideen begleitet der Leser Gwen und Gideon durch die Jahrhunderte. Besonderes Highlight ist der Geist eines Wasserspeier-Dämons, den nur Gwen sehen kann und der ihr so manchen guten Dienst erweist, dabei jedoch auch zum Brüllen komisch ist.
Die Hintergrundgeschichte um die Zeitreisefamilien wird immer verzwickter, ein Geheimnis jagt das nächste und hält somit die Spannung auf hohem Niveau. Einmal mehr ist man nach Beendigung des Buches einfach nur traurig, dass man nicht direkt bei Smaragdgrün, welches als Abschlussband für Oktober 2010 angekündigt ist, weiterlesen kann. Das kleine, leicht zu knackende Rätsel auf der letzten Seite facht die Neugier nur noch mehr an.

,5


