Category: All Age/Jugend
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Autor: |
Britta Sabbag |
| Verlag: | Bastei Lübbe (Boje) |
| ISBN-10: | 3414823810 |
| Gebundene Ausgabe | 208 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Mut, zu sich und seinem Leben zu stehen
Inhalt:
Ein Traum wird für die unscheinbare, an einem Herzfehler leidende Sanny wahr, als die beliebte Schulband „Crystal“ die Fünfzehnjährige einlädt, sie auf ihrer Tour in den Sommerferien zu begleiten. Sie tischt ihrer Mutter eine faustdicke Lüge auf und ist gewillt, einmal alle Vorsicht außer Acht zu lassen und ihr Leben in vollen Zügen zu genießen. Dabei geht sie ein großes Risiko ein, denn nicht nur ihre Gesundheit macht ihr zu schaffen, ihr Herz gerät auch ins Stolpern, weil es für Greg, den gut aussehenden Bassisten der Band schlägt.
Meine Meinung:
Mit „Stolperherz“ hat Britta Sabbag ein wahres Herzensbuch geschrieben, das sie vorübergehend zurück in ihre Jugend katapultiert haben muss, denn auch die Autorin ist einen Sommer lang mit einer Rockband durch die Lande gereist. So konnte sie sich sicherlich auch bestens in ihre Protagonistin Sanny einfühlen. Der Roman ist vorrangig für junge Mädchen zwischen 12 und 15 geeignet, aber auch erwachsene Leser könnten an dem Sommerabenteuer der jungen Leute ihren Spaß haben.
Sanny ist ein außergewöhnliches Mädchen, stets überbehütet aufgrund ihrer Krankheit erkennt sie die Chance ihres Lebens, als sie sich ihr bietet, und lebt für eine kurze Zeit ihren Traum. Das Buch ist nicht nur eine locker-flockige Sommerlektüre, sondern bietet noch so viel mehr, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger zu winken. Weder überschattet Sannys Krankheit die Seiten noch nimmt die Lovestory, die allerdings zuckersüß ist und gerade noch an einer Dreiecksgeschichte vorbeischrammt, einen zu großen Umfang ein.
Vielmehr ist es vor allem ein Plädoyer für Mut, dafür, sich seinen Ängsten zu stellen. Es thematisiert den Wert der Freundschaft, zeigt auf, wie wenig Äußerlichkeiten mit dem wahren Charakter zu tun haben und dass man auch mal über seinen Schatten springen muss, wenn man etwas erreichen will.
Ein wunderschönes Feel-Good-Buch, das nachdenklich macht, einen zum Schmunzeln bringt und am Ende mit einem Lächeln entlässt. Ich kann diesen romantischen Roadtrip jedem Leser empfehlen, der für eine kurze Zeit abtauchen und einfach mal wieder träumen möchte.
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Autor: |
Teri Terry |
| Verlag: | Coppenrath Verlag |
| ISBN-10: | 3649611848 |
| Gebundene Ausgabe | 399 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Wer willst du sein, wenn du dich entscheiden kannst?
Inhalt:
Als sich die 16jährige Kyla bei einem Überfall durch Wayne Best ihrer Haut erwehrt, setzt plötzlich ihr Erinnerungsvermögen wieder ein. Eigentlich hätte ihr Levo sie außer Gefecht setzen müssen, doch dieses funktioniert plötzlich nicht mehr. Ihre drängenden Fragen werden immer mehr und nur ihr Lehrer Hatten, zu dem sie sich seltsamerweise hingezogen fühlt, scheint die Antworten zu kennen. Und da ist auch noch Ben, den sie nicht vergessen kann und an dessen Tod sie nicht glaubt. Wem kann sie noch trauen? Ihrer Mutter, der Ärztin Dr. Lysander oder vielleicht ihrem neuen Nachbarn Cam?
Meine Meinung:
Nach „Gelöscht“ legt die Autorin Teri Terry nun mit „Zersplittert“ den zweiten Teil ihrer dystopischen Trilogie vor, die etwa Mitte des 21. Jahrhunderts in London und Umgebung spielt. Die Handlung wird unmittelbar fortgesetzt und der Leser ist nach wie vor hautnah dran an der Ich-Erzählerin Kyla. Ihre Verwirrtheit überträgt sich somit regelrecht.
Kyla erfährt mehr und mehr von ihrer Vergangenheit, doch mit jeder Antwort, die sie erhält, kommen neue Fragen auf. Sie wird zum Spielball der Mächte und sowohl von den Terroristen also auch den gegnerischen Lordern unter Druck gesetzt. Doch Kyla ist erwachsener geworden und findet mit viel Mut ihren eigenen Weg.
Das Buch ist durchweg spannend geschrieben und es gibt einige Actionszenen mehr, die das Blut hochkochen lassen, als im ersten Teil. Dafür bleibt natürlich die Liebe aufgrund der Abwesenheit von Ben auf der Strecke. Aber immerhin, er lebt. So steht einem Happy End der beiden im dritten Teil zwar noch einiges im Weg, doch ich bin sehr gespannt, wie sich die letzten Geheimnisse auflösen. Daher wird die Wartezeit bis zum abschließenden Band sicher schwerfallen.
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Autor: |
Teri Terry |
| Verlag: | Coppenrath Verlag |
| ISBN-10: | 364961183X |
| ASIN: | B00D30ZVB2 |
| Gebundene Ausgabe/E-Book | 431 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Wer bist du ohne Erinnerungen?
Inhalt:
Die 16-jährige Kyla wurde geslated, das heißt ihrer gesamten Erinnerungen beraubt. Bei einer neuen Familie beginnt sie ein komplett neues Leben. Ein Gerät an ihrem Arm namens Levo hält ihre Gefühle unter Kontrolle. Die diktatorische Regierung will so gewaltbereite Jugendliche in Schach halten und nach ihren Vorstellungen führen.
Doch Kyla ist anders. Ihr Levo reagiert nur in Teilen, wie es sollte. Sie darf sich jedoch nichts anmerken lassen, sonst ist ihre letzte Chance vertan. Doch gehörte sie wirklich zu den Terroristen? Warum erscheint sie dann auf einer Web-Seite für vermisste Kinder. Und wem kann sie wirklich trauen? Ihren neuen Eltern, Ben, auch ein Slater, in den sie sich verliebt hat, oder ihrer Ärztin? Die wichtigste Frage wird für Kyla: Wer war sie in ihrem früheren Leben?
Meine Meinung:
„Gelöscht“ ist der Auftakt einer dystopischen Trilogie, die etwa Mitte des 21. Jahrhunderts in London und Umgebung spielt. Allein schon die Grundidee, dass Jugendliche durch einen Eingriff am Gehirn ihrer Erinnerungen und damit ihres bisherigen Lebens beraubt werden, ist äußerst beängstigend. Vom totalitären Regime, das jeden Widerstand unterdrückt, leben die Menschen so ständig in Angst vor Überwachung. Wer nicht den Regeln folgt, verschwindet spurlos.
Man kommt trotz der anfangs ungewohnten Begriffe schnell in die Handlung hinein und kann hautnah Kylas Entwicklung zur Selbstbestimmung miterleben. Es bleiben viele Fragen offen, aber das ist bei einem ersten Band natürlich nichts Ungewöhnliches. Die Liebesgeschichte zwischen Kyla und Ben bleibt ein wenig blass, da schlecht nachvollziehbar ist, woher die gegenseitigen Gefühle füreinander plötzlich kommen.
Besonders interessant ist, dass bis zum Schluss unklar bleibt, wer Freund und wer Feind ist. Mal hat man den Eindruck, dieser oder jener steht auf Kylas Seite, dann kommen wieder Zweifel. Das Buch bietet spannende Unterhaltung und macht Lust auf die Fortsetzung.
Wer sich für düstere Zukunftsszenarien a la Panem interessiert, wird auch an diesem Buch Gefallen finden. Ein halbes Pünktchen gebe ich hier noch Abzug, da ich noch nicht restlos überzeugt war, freue mich aber, nun direkt zeitnah die Fortsetzung lesen zu können.
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Autor: |
Rachel Ward |
| Verlag: | Carlsen Verlag |
| ISBN-10: |
3551520526 |
| Taschenbuch | 304 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Wasser als tödliche Falle
Inhalt:
Die 16-jährige Neisha und die zwei 15- bzw. 17-jährigen Brüder Carl und Rob baden bei einem Unwetter im See. Es kommt zu einem tragischen Unfall. Carl ist nach der Entlassung aus dem Krankenhaus komplett ohne Erinnerungen, erkennt nicht einmal seine Mutter. Erst nach und nach kehren diese zurück. Warum hat Neisha so schreckliche Angst vor ihm? War es wirklich ein Unfall? Carl muss der Tatsache ins Auge sehen, dass er, sobald er nass wird, überall seinen toten Bruder sieht, der ihn beschimpft und dazu anstiften will, Neisha zu töten. Das Mädchen, dass er schon immer heimlich liebt, zu beschützen, wird sein vordringlichstes Ziel.
Meine Meinung:
Die Autorin schickt ihrem Buch eine Warnung voraus, dass es vielleicht für Opfer von Überschwemmungen oder Angehörige, die jemanden durch Ertrinken verloren haben, nicht die richtige Lektüre ist. Dem kann ich nur zustimmen. Durch die sehr bildhafte Sprache und eindringliche Darstellung des Wassers in seiner gefährlichsten Form, werden Bilder heraufbeschworen, die für solche Menschen sehr schmerzhaft sein dürften.
Der Roman kommt mit sehr wenigen Figuren aus, wobei das Hauptaugenmerk auf Carl liegt, dessen eigentliche Geschichte sich der Leser aufgrund des Gedächtnisverlusts mit ihm gemeinsam erarbeiten muss. Neisha bleibt ein wenig undurchsichtig und sprunghaft im Darlegen ihrer Gefühle. Carls Bruder Rob scheint ein echter Psychopath gewesen zu sein und man kann ihn nicht wirklich bedauern, auch wenn dies wahrscheinlich am zerrütteten Elternhaus liegen mag und den Grausamkeiten, die er schon als ganz kleines Kind mit ansehen musste.
Auch über den Tod hinaus ändert sich das nicht, wobei hier auch der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte liegt, der für mich persönlich das größte Manko bedeutet. Haben wir es tatsächlich mit einem Mystery-Element und dem wiederkehrenden Geist von Carls Bruder zu tun, oder ist alles nur reine Einbildung eines vor Trauer verwirrten Geistes? Letzteres wäre an einigen Stellen dann doch etwas weit hergeholt. In der Mitte des Buches nimmt die Spannungskurve auch ein wenig ab, was aber durch ein aufregendes Finale wieder wettgemacht wird.
Ich habe erst im Nachhinein erfahren, dass „Drowning“ der Auftakt einer Trilogie ist. Das Buch könnte ganz gut allein stehen, dabei jedoch einige Fragen offen lassen. Mit einer Fortsetzung wird vielleicht Licht ins Dunkel gebracht und das Ganze dann etwas Rundes ergeben.
„Drowning – Tödliches Element“ reißt den Leser mitten ins Seelenleben eines trauernden Teenagers, wobei das Element Wasser in seiner Gefährlichkeit für jede Menge Gänsehautschauer sorgt. Ein etwas anderer Thriller für jugendliche Leser ab 14 Jahren.
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Autor: |
Samantha Young |
| Verlag: | Ullstein Verlag |
| ISBN-10: |
3548286429 |
| Taschenbuch | 361 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Wahre Liebe überwindet alles
Inhalt:
Als Jake Caplin aus Chicago in ihre Heimatstadt zog, war er für die damals 16-jährige Charley Redford die ganz große Liebe. Ein tragischer Unglücksfall entzweite sie und unter den Schmerzen der Trennung leidet Charley noch heute. Während ihres Austauschjahrs an einem College in Edinburgh steht Jake plötzlich vor der nunmehr Zwanzigjährigen, an seinem Arm eine neue Freundin. Alte Gefühle flammen wieder auf, doch wird sie ihm den Verrat an ihrer Liebe je verzeihen können?
Meine Meinung:
Mit ihrer New-Adult-Serie richtet sich Samantha Young an eine Leserschaft zwischen 16 und 25. Viel jüngeren Leserinnen würde ich das Buch nicht empfehlen, da es in den beschriebenen Sexszenen doch schon etwas deutlicher zugeht, als sonst ins Jugendromanen gewohnt.
Beginnend mit dem erneuten Aufeinandertreffen der Protagonisten in Schottland spielt die Handlung immer kapitelweise im Jetzt und in der Vergangenheit zur Zeit ihres Kennenlernens. So wird nach und nach auf den Grund des großen Vertrauensbruchs hingearbeitet, was einiges an Geduld erfordert und gleichzeitig das Lesetempo erhöht. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen und die tiefen Gefühle, sei es der Liebe wegen oder aufgrund des Schmerzes wurden für mich sehr gut transportiert.
Ob es in dem jungen Alter von 16 Jahren diese alles verzerrende Liebe für immer wirklich geben kann, sei dahingestellt. Aber okay, es soll Beispiele gegeben haben. Den Grund der Trennung fand ich ein wenig an den Haaren herbeigezogen und die daraus folgende Entwicklung nicht wirklich glaubhaft. Das langsame Aufeinanderzugehen und schlussendliche Ergebnis konnten mich jedoch überzeugen. Zudem gibt es genügend interessante Nebencharaktere wie die beste Freundin Claudia oder auch die anderen Mitglieder der Band The Stolen, die die Neugier auf eine Fortsetzung der Reihe anheizen.
„Into the Deep – Herzgeflüster“ bietet eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, die tief geht und die Botschaft vermittelt, dass es sich lohnt, um seine wahre Liebe zu kämpfen.
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Autor: |
Hannah Harrington |
| Verlag: | Darkiss (Mira) |
| ISBN-10: |
3862788482 |
| Taschenbuch | 300 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Schweigen als Therapie
Inhalt:
Im Fahrwasser des beliebtesten Mädchen an der Schule, ihrer besten Freundin Kristen, fühlt sich die 16jährige Chelsea so richtig wohl. Sie hängt förmlich an ihren Lippen und macht jede noch so große Dummheit mit. Ihr größter Fehler, sie ist unheimlich geschwätzig und setzt für ihr Leben gern Gerüchte in die Welt. So ist es auch kein Wunder, dass sie, als sie auf einer Silvesterparty angetrunken auf ihren Mitschüler Noah stößt, der mit einem Jungen rummacht, dies sofort vor ihrer Clique ausposaunt. Mit fatalen Folgen! Diese zwingen sie, ihre Handlungen zu überdenken und sie tut endlich mal das Richtige. Um durch unüberlegtes Reden nicht noch mehr Unglück zu verursachen, legt sie ein Schweigegelübde ab, was einen Spießrutenlauf an ihrer Schule für sie zur Folge hat, aber ihr auch zeigt, was echte Freundschaft bedeutet.
Meine Meinung:
In „Speechless“ packt Hannah Harrington gleich mehrere brisante Themen an. Zum einen wird die leider immer noch viel zu oft vorkommende Intoleranz gegenüber Homosexualität angesprochen, auf der anderen Seite erlebt der Leser hautnah eine Mobbing-Attacke gegen die Protagonistin nach der anderen.
Anfangs ist die Ich-Erzählerin Chelsea eine wenig sympathische Figur, stellt sie doch den klassischen Mitläufer dar. Aber wer will es ihr verübeln, in einer Welt, wo die richtige Modemarke und gutes Aussehen alles ist, was zählt.
Mit ihrer Entscheidung für das Richtige beweist sie großen Mut, auch wenn sie selbst immer wieder daran zweifelt. Aber genau das ist realitätsnah und sehr gut nachvollziehbar bei einem 16jährigen Mädchen. Ihr Schweigegelübde finde ich eine klasse Idee, mit der Situation umzugehen. Ich kann mir kaum vorstellen, wie schwer so etwas gerade für einen derartigen Charakter sein muss, dem reden über alles geht.
Die Eröffnung eines neuen Freundeskreises für Chelsea und auch das erste Aufblühen einer zarten Liebe geht behutsam vonstatten und wird von der Autorin sehr einfühlsam und glaubhaft beschrieben. Die Nebenfiguren sind sehr sympathisch, einfach Menschen, mit denen man selbst sehr gern befreundet wäre.
Chelsea macht im Laufe des Buches eine überzeugende Wandlung vom oberflächlichen Girlie zum gereiften Teenager durch, der wahre Werte zu schätzen lernt. Die Botschaft für mehr Toleranz und Verständnis ist unübersehbar, wird aber nicht mit der Keule verabreicht.
Das Cover ist sehr schlicht gehalten, wirkt aber gerade dadurch eindrucksvoll. Im Anschluss an die Geschichte werden noch einige Fragen zur Diskussion gestellt, über die es sich wirklich nachzudenken lohnt. Somit ist der Roman auch sehr gut geeignet, in der Schule, vielleicht im Deutschunterricht, besprochen zu werden, weil die enthaltenen Themen alle angehen und es an Aktualität nicht fehlen lassen.
„Speechless“ ist ein nachdenklich machendes Buch für junge Leser, dass mit einer eindringlichen Botschaft und einer zarten Romanze zu überzeugen weiß.
Mir wurde das Buch von Blogg dein Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Bestellen kannst du es auf direktem Weg hier.
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Autor: |
Tamara Ireland Stone |
| Verlag: | cbj |
| ISBN-10: |
357015470X |
| Gebundene Ausgabe | 428 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Schöne Zeitreise-Liebesgeschichte für junge Leser/-innen
Zum Inhalt:
Die 16-jährige Anna Greene erwischt es von jetzt auf gleich. Es ist der Neue an der Schule, Bennett Cooper, der ihr nicht mehr aus dem Sinn geht. Beide kommen sich schnell näher, doch Bennett verbirgt ein schreckliches Geheimnis, was sie über kurz oder lang wieder trennen wird. Er stammt aus der Zukunft im Jahr 2012 und sucht 1995 nur nach seiner verlorengegangenen Schwester. Noch nie ist er länger an einem Ort geblieben. Doch die Liebe hat auch ihn erwischt und so versuchen beide, ihr Glück zu leben, so lange es denn dauert …
Meine Meinung:
Wie ich gerade erst erfuhr, ist „Zwischen uns die Zeit“ der Auftaktband einer Reihe, was mich etwas beruhigt, denn so ganz hat mich das Ende dann jetzt doch nicht überzeugt, obwohl das Buch auch gut für sich allein stehen kann.
Tamara Ireland Stone ist mit dem Roman eine leise, sehr romantische Zeitreise-Lovestory gelungen. Die sport- und musikbesessene Anna, die nichts mehr liebt als das Reisen, findet in Bennett, der neben Zeit- auch Ortsprünge vollführen kann, natürlich den perfekten Gegenpart. Ihre Liebesgeschichte beginnt zart und bleibt von der Intensität her durchweg auf teeniekompatiblem Niveau, für das Alter der Protagonisten fast schon ein bisschen zu unschuldig.
Die meiste Zeit plätschert die Handlung etwas vor sich hin, Spannungshöhepunkte gibt es nur wenige. Jedoch werden sich viele Leser noch mit den Gegebenheiten von 1995 identifizieren können, die durch eine entsprechende Musikwelt und Konzerthighlights nahe gebracht wird. Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und trifft sehr gut den Ton der Jugend.
Die Zeitreise-Problematik ist zwar verständlich, aber auch nicht ganz geklärt. Zumindest kann ich mir auf diese Art und Weise keine Zukunft der beiden vorstellen, aber vielleicht klären das ja die Folgebände.
Insgesamt erhält der Leser einen sehr schönen Einblick in die Gefühlswelt von ganz jung Verliebten und übermittelt zudem noch die Botschaft, wie wichtig es ist, seinen eigenen Weg zu gehen und sich nicht von anderen abhängig zu machen.
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Autor: |
Lissa Price |
| Verlag: | IVI Verlag |
| ISBN-10: |
3492702643 |
| Gebundene Ausgabe | 352 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Gelungener Abschluss der Dilogie mit kleinen Abstrichen
Inhalt:
Im ersten Band gelang es der 16-jährigen Callie der Body Bank, einer Firma die greisen Menschen, sogenannten Enders, die Körper von Jugendlichen vermietete, das Handwerk zu legen. Doch damit ist die Gefahr nicht vorbei. Über den Chip, den sie noch immer im Kopf trägt, nimmt der geheimnisvolle Old Man, der entkommen konnte, Kontakt zu ihr auf. Er erpresst sie mit dem Leben weiterer Starters und vor allem dem ihres kleinen Bruders, sich ihm zu stellen. Doch Callie will den Kampf nicht aufgeben, nur die endgültige Vernichtung des Old Man ermöglicht ihr eine Rückkehr in die Normalität. Wer wirklich hinter Old Man steckt, hätte sie nie zu träumen gewagt.
Meine Meinung:
„Enders“ ist die Fortsetzung von „Starters“ und gleichzeitig der Abschluss der Dilogie. Da bei mir eine etwas größere Zeitspanne zwischen beiden Büchern lag, fiel mir der Einstieg etwas schwer, der zwar unmittelbar das Geschehen fortsetzt, jedoch nur sehr wenig auf die bisherigen Ereignisse eingeht. So verwirren auch die vielen Namen mehr, als dass sie für Klarheit sorgen.
Es geht wieder sehr temporeich zu, sodass Langeweile zwischendurch wirklich nicht aufkommen kann. Vor allem punktet die Autorin mit einer völlig unerwarteten Wendung. Die kleine sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Callie und ihrem neuen Mitstreiter Hyden, den Sohn des Old Man, war richtig süß und wurde vor allem nicht überzogen. Eine Dreiecksgeschichte mit dem sich ständig in Callies Begleitung befindlichen Michael gibt es zum Glück nicht.
Durch die Ich-Erzählperspektive von Callie ist der Leser ihr am nächsten. Ihr Mut und ihre Opferbereitschaft sind auch zu bewundern, ein wenig mehr Verzweiflung, Unsicherheit, überhaupt Gefühle, hätten der Figur jedoch gutgetan.
Zwar hat mir der erste Teil einen Tick besser gefallen, was wohl vor allem auch an der ungewöhnlichen Grundidee lag, jedoch bringt „Enders“ die Geschichte zu einem durchaus zufriedenstellenden Ende und kann somit Dystopie-Anhängern empfohlen werden.
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Autor: |
Ina Raki |
| Verlag: | ajb – Aufbau Jugendbuch |
| ISBN-10: | 3351041578 |
| Taschenbuch | 288 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Amüsante Zeitreise in eine Vergangenheit, die so schlecht gar nicht war
Inhalt:
Voller Vorfreude auf ihren unmittelbar bevorstehenden vierzehnten Geburtstag geht Alina ins Bett, um am nächsten Tag entsetzt in Sachsen im Jahr 1984, also in der tiefsten DDR, als jüngere Version ihrer eigenen Mutter aufzuwachen. Ein Ausweg ist so schnell nicht zu finden, also bleibt nur, sich mit den vorhandenen Gegebenheiten abzufinden und möglichst wenig aufzufallen. Was es alles zu vermissen gibt und wann man lieber den Mund halten sollte, erfährt Alina sehr schnell. Aber auch berührende und schöne Momente sind es, die ihr Leben für immer verändern werden.
Meine Meinung:
Ich glaube, durch eine Empfehlung bei Lovelybooks bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, und da ich Zeitreise-Storys ohnehin sehr gern mag und hier auch noch meine unmittelbare Vergangenheit thematisiert wird, musste ich es einfach haben. Alina ist 14, als sie im Jahr 1984 im Körper ihrer Mutter aufwacht, ich war damals 12. Nah genug dran, um all die Erlebnisse, positiver wie negativer Art, sehr gut nachvollziehen zu können.
Es war tatsächlich auch so etwas wie eine persönliche Zeitreise, wie viel hat man inzwischen doch vergessen, verdrängt oder damals gar nicht als so extrem empfunden. Jetzt, mit einem ganz anderen Wissen und natürlich einer ganz anderen Freiheit im Rücken, lässt sich über viele Dinge schmunzeln. Doch auch die teilweise bedrohliche Atmosphäre, in der damals gelebt wurde, kommt sehr gut rüber.
Ich fand Alina von Anfang an sympathisch. Klar, dass sie erst mal völlig austickt. Der Gegensatz zur DDR 1984 und 2011 ist einfach zu krass. Ich würde schon die Krise kriegen, komplett auf Computer und Internet verzichten zu müssen. Unwillkürlich fragt man sich natürlich auch, zu welcher Kategorie man selbst gehört hat oder in Zukunft, ohne Wende, gehört hätte. Ganz ehrlich, den Mut aufzubegehren, hätte ich sicher nicht gehabt. Daher ist schon alles gut, wie es ist.
Besonders hervorzuheben bei diesem Buch ist die tolle Aufmachung. Da in Tagebuchform geschrieben, liest es sich weg wie nix. Sehr witzig auch der kleine Dolmetscher DDR-deutsch der 80er am Ende.
Ich kann das Buch guten Gewissens allen empfehlen, die in etwa der gleichen Zeit in der DDR gelebt haben, einfach um die Erinnerung aufzufrischen und den Gegensatz zu heute zu erkennen. Ebenfalls interessant ist es jedoch bestimmt auch für Leser aus den alten Bundesländern. Vielleicht hilft es ja die eine oder andere Schranke, die immer noch in den Köpfen zu bestehen scheint, zu öffnen.
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Autor: |
Alyson Noël |
| Verlag: |
Page & Turner |
| ISBN-10: | 3442203619 |
| Broschiert | 384 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Serienzuge- |
2. Teil der Evermore-Reihe |
| ausgelesen: | 24.06.2010 |
Etwas lahme Fortsetzung von „Die Unsterblichen“
Zum Inhalt:
Seit Jahrhunderten mussten Ever und Damen um ihre Liebe kämpfen. Immer wieder starb sie eines unnatürlichen Todes, bevor es zu einer Vereinigung kam. Endlich scheint alles gut zu sein und der große Tag steht bevor. Doch plötzlich erscheint mit Roman ein neuer Schüler an ihrer Schule und Damens Gefühle für Ever scheinen sich urplötzlich gewandelt zu haben. Auch verliert er seine unsterblichen Kräfte. Welche geheimnisvolle Krankheit hat ihn befallen? Wem kann Ever trauen und wird es ihr gelingen, das Böse zu bekämpfen?
Meine Meinung:
Mit gewohnt flüssigem Schreibstil setzt Alyson Noel ihre Trilogie um Ever und Damen und ihre unsterbliche Liebe fort. Dennoch hat mich dieser zweite Teil weniger begeistert als der erste. Da sich Damen ja fast unmittelbar von Ever abwendet, fehlt natürlich der Romantikfaktor. Interessant ist hingegen, mehr von Damens Vergangenheit und wie er überhaupt unsterblich geworden ist, zu erfahren. Die Besuche im Sommerland ziehen sich doch etwas und erst zum Ende hin nimmt der Roman mit überraschenden Wendungen wieder Fahrt auf.
Mit ihrer falschen Entscheidung sorgt Ever zum Ende für einen schönen Cliffhanger, der trotz allem mit Spannung auf den Abschlussband und die dort präsentierte Lösung des entstandenen Problems warten lässt.

,5
