Category: Liebesroman
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Autor: |
Corina Bomann |
| Verlag: | List Verlag |
| ISBN-10: | 3471351426 |
| Gebundene Ausgabe | 378 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Mit dem Barbarazweig zum Glück
Inhalt:
Die Familie Baabe betreibt im Ostseebad Heiligendamm im Jahre 1902 ein Gästehaus. Die Tochter des Hauses soll sich gemäß den Wünschen ihrer Eltern am Weihnachtsabend verloben, doch keiner der Heiratskandidaten entspricht ihren Vorstellungen, gehört ihr Herz doch längst einem anderen. Nur leider gehört Peter zur Familie Vandenboom und da eine lange Feindschaft beide Familien verbindet, ist ein glückliches Ende für Johanna schlicht unerreichbar.
Ihr Bruder Christian findet unterdessen eine junge Frau halbtot am Strand. Die Schiffbrüchige hat ihr Gedächtnis verloren und wird vorerst im Gästehaus der Baabes betreut. Ganz wichtig scheint ihr ein Barbarazweig zu sein, den sie fest umklammert hielt, als sie gefunden wurde. Christian beginnt schon bald Gefühle für Barbara zu entwickeln, doch seine Mutter begegnet ihr voller Misstrauen. Dies setzt Dinge in Bewegung, die alles verändern werden.
Meine Meinung:
Obwohl ich bereits einige Bücher von Corina Bomann besitze und sie schon zweimal persönlich treffen durfte, ist „Winterblüte“ mein erster gelesener Roman der Autorin. Vorab möchte ich dem Verlag ein Kompliment für das wunderschöne Buchcover machen. Die kleinen goldenen Applikationen sind ein echtes Highlight und machen den Umschlag zu etwas Besonderem.
Mich hat an dem Buch sowohl das Setting gereizt, da ich das Meer liebe und meine Mutter vor vielen Jahren öfter in Heiligendamm zur Kur war, also auch die Zeit, in der es spielt. Der Beginn des 20. Jahrhunderts war einfach eine Zeit großer Umwälzungen und es passt sehr gut, dass mit dieser Geschichte auch verstaubte Traditionen und Standesregeln aufgehoben werden.
Der Roman ist ein wunderschönes Winter-/Weihnachtsbuch und der beliebte Brauch des Barbarazweigs zieht sich wie ein roter Faden hindurch. Hauptaugenmerk liegt aber vor allem auf den Personen und ihren Liebesgeschichten. Ich fand die Charaktere sehr interessant gestaltet, auch den Wandel, den sie irgendwie alle durchleben. Durch die Schiffbrüchige und das große Familiendrama in der Vergangenheit zwischen den Baabes und den Vandenbooms gibt es genug Geheimnisse, die für Spannung und Aufregung sorgen.
Die Autorin bedient sich einer einfachen, aber sehr gewählten Sprache, die den Leser förmlich in die damalige Zeit und ihre Traditionen zieht. Einmal darauf eingelassen, war man richtiggehend gefangen vom Liebesdrama der Johanna und dem Kampf ums Erinnern bei Barbara. Von Herzen gönnte ich beiden ihr Glück, welches die Barbarazweige schlussendlich ja auch verkündeten. Natürlich war mit großen Überraschungen nicht zu rechnen und alles schon in wenig vorhersehbar, dafür das Ende aber umso romantischer und herzergreifend.
Ein wenig mehr Information hätte ich mir schon zum Ort und der damaligen Zeit gewünscht, wenn schon so ein interessanter historischer Schauplatz vorliegt, aber das bedeutet jetzt nicht wirklich große Abstriche, denn am wichtigsten ist nun mal die Liebe.
Am besten genießt man den Roman schön eingekuschelt mit einem Tee vor dem Kamin oder auf der Couch. Mich hat „Winterblüte“ aus der Gegenwart gerissen, in eine Liebesgeschichte katapultiert, um die es sich zu kämpfen lohnt, und sie hat den Zauber einer vergangenen Zeit auferstehen lassen. Klare Leseempfehlung für die Winterzeit, aber auch jederzeit sonst.
Ich danke vorablesen.de und dem List-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
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Autor: |
Ally Taylor |
| Verlag: | Knaur |
| ISBN-10: | 3426519399 |
| Taschenbuch: | 317 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Tausendmal berührt in Big Apple
Inhalt:
Nach einer gescheiterten Beziehung mit einem Musiker kehrt Claire Gershwin aus London zurück in ihr Elternhaus. Der Gedanke, wieder in ihr altes Kinderzimmer zu ziehen, widerstrebt ihr jedoch dermaßen, dass sie kurzerhand in den begehbaren Kleiderschrank ihrer besten Freundin June zieht, die im Herzen von New York City im leicht abgewohnten Knights Building lebt.
Dort trifft sie nicht nur auf ihren besten Freund Danny aus Collegetagen, sondern direkt über ihr wohnt ihre erste große Liebe Jamie, dem sie viele Jahre lang nachgetrauert hat. Nicht die besten Bedingungen für einen Neuanfang, in dem Männer eigentlich erst mal keine Rolle mehr spielen sollten.
Meine Meinung:
Eine neue Buchserie von Ally Taylor und Carrie Price. Bereits die Ankündigung dieser löste maximale Freude bei mir aus, da ich seit Jahren ein großer Fan dieser Autorinnen (Anne Freytag und Adriana Popescu) bin. So stürzte ich mich auch unmittelbar in das erste New York-Abenteuer um Claire.
Was soll ich sagen. Eine Rezension eines Buches von Anne (Ally) fällt mir immer sehr schwer, einfach weil ich mir gegenüber ihrem unglaublichen Talent, Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen, total minderwertig vorkomme. Sie schafft es jedes Mal, mich nach der Lektüre eines ihrer Bücher quasi sprachlos zurückzulassen. Und ohne Stimme lässt es sich nun mal schwer rezensieren. Ich versuche es trotzdem.
Natürlich gibt es unzählige Romane über beziehungsgescheiterte junge Frauen, die in der Großstadt einen Neuanfang wagen. Auch der Verlauf der Handlung und das zu Herzen gehende Happy End bieten keine allzu großen Überraschungen. Aber der Weg, den Claire bis dahin zurücklegt, ist einfach so großartig beschrieben. Jede Empfindung der Figur, jede Handlung konnte ich als Leserin so hautnah miterleben, dass die Außenwelt quasi aufhörte zu existieren. Man kann und sollte sich in den Romanen von Anne einfach fallenlassen und es genießen.
Es gibt viel Humor im Roman, Gänsehautmomente und spätestens beim Brief von Danny flossen dann sogar die Tränen ungehemmt bei mir. Leider ist mein Englisch nicht ganz so gut, sodass die ich wahrscheinlich wunderbaren Zitate von Christopher Poindexter nicht in Gänze verstanden habe. Eine Übersetzung wäre toll gewesen.
Neben Claire fand ich auch alle Nebenfiguren großartig charakterisiert, obwohl sie teilweise so extrem unterschiedlich sind. Ich wünschte, man hätte die Oma etwas näher kennenlernen können. Sarah, die Heldin des nächsten Romans der Reihe, wird auch bereits eingeführt und ich hoffe sehr, es wird dann auch ein Wiederlesen mit den bisher bekannten Figuren geben.
Was mir auch sehr zugesagt hat, gerade weil seit Shades of Grey das Thema mehr als überstrapaziert wurde, ist, dass das Buch ganz ohne detaillierte Erotikszenen auskommt. Und trotzdem gelingt es der Autorin, ein Knistern und Prickeln zwischen den Hauptfiguren entstehen zu lassen, dass noch viel intensiver wirkt, als es jede Sexszene könnte. Hier geht es viel mehr um Romantik, um echte Gefühle, um Liebe eben.
New York selbst nimmt für mich jetzt noch nicht die große Rolle ein, die der Titel vermuten ließ. Ich persönlich habe ein eher gespaltenes Verhältnis zu der Stadt, in der mir alles viel zu laut, zu groß, zu hektisch und zu dreckig vorkommt, natürlich aus meinem begrenzten Blickwinkel heraus. Dafür liebe ich die Ruhe und das Grün vor meiner Tür wohl zu sehr. Dennoch schafft es das Buch, mich wieder ein wenig neugierig auf diese pulsierende Metropole zu machen. Hier sei besonders die abgedruckte Kolumne „I Love New York“ erwähnenswert, die mich richtig mitgerissen hat.
Zusammenfassend kann ich sagen, Claires Geschichte war „GENAU MEINS“ und ich freue mich schon unbändig auf weitere Bücher der Reihe. Es gibt tatsächlich kaum eine Autorin, die es in den letzten Jahren so gut verstanden hat, Emotionen auf unterschiedlichster Ebene bei mir auszulösen. Ihre Texte gehen mir einfach unter die Haut. Ständig möchte ich mir Sätze herausschreiben, wenn nicht gar Wandtattoos daraus fertigen lassen. Daher – mal wieder – eine absolute Leseempfehlung von mir. Und wem dieses Buch gefallen hat, dem möchte ich auch dringend „Mein bester letzter Sommer“ ans Herz legen, aus der gleichen Feder und mein Buchhighlight des Jahres.
Ich danke vorablesen.de und dem Knaur-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
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Autor: |
Nelly Berlin |
| Verlag: | Selfpublishing |
| ASIN: | B01HQCES34 |
| E-Book: | ca. 387 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Turbulente Reise – dreimal Happy End garantiert
Inhalt:
Marielle Holtmann kann sehr schlecht Nein sagen und so springt sie auch für ihre Cousine ein, die unter extremem Liebeskummer leidet, um deren Werbeagentur zu retten, indem sie einen Großkunden sichert. Dafür muss sie nach Schottland fliegen. Der Besitzer der Whisky-Destillerie Arthur McLynmore ist bereit, ihr entgegenzukommen, aber nur wenn sie seinen Bruder Brandon, mit dem er sich verstritten hat, wieder zurück in die Firma holt. Also geht ihr Weg weiter nach New York. Dort trifft sie den vermeintlichen Feuerwehrmann Brandon und verbringt aufregende Stunden mit ihm.
Zu gleicher Zeit wird ihre Mutter Greta von ihrer Vergangenheit auf Hawaii eingeholt und ihre beste Freundin und Mitbewohnerin Hannah erlebt in ihrer Anwaltskanzlei in Berlin eine große Enttäuschung, die sie dazu bringt, Marielle blindlings zu folgen. In Schottland trifft sie auf Arthur – mit ungeahnten Auswirkungen. Wie wird das Liebeskarussell für alle enden?
Meine Meinung:
Ich habe das E-Book als Rezensionsexemplar von der Autorin erhalten. Besten Dank erst mal dafür. Leider kann ich die bisher ausschließlich positiven Stimmen zum Buch nicht ganz nachvollziehen.
Positiv möchte ich die Charakterisierung der Figuren hervorheben, die sehr unterschiedlich sind und dennoch alle recht liebenswert. Besonders hervorzuheben ist hier Marielle, die mit ihrer natürlichen und aufopferungsvollen Art den Leser direkt für sich gewinnt.
Nicht gar so schlimm, da man sich nach einer gewissen Zeit reinliest, aber dennoch etwas zu viel fand ich die vielen handelnden Personen. Ich denke, mit den Brüdern sowie Marielle und Hannah wäre es auch eine runde Story geworden. Noch eine dritte Geschichte hätte ich nicht gebraucht. Diese bläht den Roman doch etwas auf, weshalb ich wahrscheinlich auch übernatürlich lang dafür gebraucht habe. Aus Gretas Geschichte hätte man gut einen zusätzlichen Kurzroman machen können, da mir das Thema Malerei und gerade der Schauplatz Hawaii etwas zu kurz gekommen sind.
Mein allergrößtes Problem mit dem Buch hatte ich allerdings mit den Perspektiven. Das ging anfangs noch ganz gut, als die Hauptfiguren noch jeweils getrennt voneinander agierten, aber als sie dann zusammentreffen, ist das Chaos perfekt. Hier wird innerhalb des Kapitels bzw. Abschnitts wild in den Köpfen der Protagonisten rumgesprungen. Manchmal wechselt das von Satz zu Satz. Da werden sogar Engelchen und Teufelchen mal für sie und mal für ihn verwendet. So etwas habe ich schon seit Jahren nicht mehr gelesen. Offenbar soll hier die Multiperspektive Anwendung finden, aber das fand ich nicht gut durchdacht und es hat mich extrem angestrengt beim Lesen. Die enorm vielen orthografischen und Schusselfehler bei der Zeichensetzung möchte ich gar nicht groß thematisieren, aber es waren doch erstaunlich viele, zumal es ein professionelles Korrektorat gab.
Den Schreibstil fand ich ansonsten recht angenehm. Es gibt schöne Formulierungen, die Sprache ist abwechslungsreich und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Sehr angetan war ich auch von den näheren Infos zu New York. Hier kann man erkennen, dass die Autorin bestimmt schon mal im Big Apple war, so detailverliebt und genau wie einiges beschrieben ist.
Auch wenn ein Happy End natürlich immer schön ist, so hatte auch dieses hier, zumindest im Falle der Freundinnen, einen bitteren Beigeschmack für mich. Ich mag einfach keine Storys, wo sich heute kennengelernt wird, morgen springt man in die Kiste und übermorgen ist es die große Liebe und es folgt im schlimmsten Fall schon der Heiratsantrag. So was ist einfach unglaubwürdig, Romantik hin oder her.
Demzufolge konnte mich das Buch letzten Endes auch nur mittelmäßig begeistern, weshalb ich nicht mehr als drei Sterne vergeben kann. Wer auf Schreibhandwerk und Stil jedoch nicht so großen Wert legt, der könnte durchaus Gefallen an den drei Liebesgeschichten finden.
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Autor: |
Julia Hanel |
| Verlag: | Ullstein |
| ISBN-10: | 3548287883 |
| Taschenbuch | 411 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Süß wie Zimtschnecken
Inhalt:
Um mit ihrer großen Liebe Toby ein neues Leben zu beginnen, lässt Marit nach ihrem Studium Hamburg hinter sich und folgt ihm in die Kleinstadt Altberg. Sie steht allerdings etwas zu früh vor seiner Tür, denn der Auserwählte hatte noch keine Zeit, ihr mitzuteilen, dass sich seine Gefühle geändert haben. Verzweifelt irrt sie durch das Städtchen, wo ihr Heike begegnet, die ihr nicht nur Obdach, sondern auch einen Job in ihrem Coffeeshop anbietet. Immer noch auf ein Umdenken von Toby hoffend, will Marit vorerst vor Ort bleiben.
Ein gefundener USB-Stick bringt Abwechslung in ihr Leben und die sich daraus entwickelnde E-Mail-Korrespondenz mit einem Unbekannten auch viel Aufregung. Aber da ist noch ihr nerviger Kollege Moritz, der es nicht lassen kann, sie aufzuziehen und dessen Lebenskonzept so gar keinen Anklang bei ihr findet. Die Begegnung mit dem lebenserfahrenen Rentner Emil gibt ihr den entscheidenden Richtungswechsel. Doch wohin wird sie ihr Leben zukünftig führen, und wird einer der Männer dabei an ihrer Seite sein?
Meine Meinung:
Schon lange habe ich mich auf das neue Buch von Julia Hanel gefreut. Und ich wurde keineswegs enttäuscht. Auch wenn der großartige Humor der Autorin, den man bereits in der Leseprobe genießen konnte, im Laufe des Buches ein wenig nachlässt, so wird hier doch spannende Unterhaltung um das Gefühlswirrwarr von Marit geboten.
Die unterschiedlichen Männer in Marits Leben bieten so manche Überraschung für den Leser. Unabhängig davon, wie das Ganze ausgeht, fand ich den E-Mail-Verkehr mit J. A. mit Abstand am witzigsten und ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass man sich auf diesem Weg durchaus in jemanden verlieben kann. Großartig aber auch die wunderbar pointierte Sichtweise von Marit auf die Kleinstadtbewohner, die ihr im Coffeeshop begegnen. Hier musste ich oft lauthals lachen.
Eine unheimlich liebenswerte Nebenfigur ist der über achtzigjährige Emil, dessen Lebensgeschichte im Herzen berührt. Wenn auch ein wenig kitschig, so fand ich doch das Happy End ebenfalls ganz bezaubernd, sodass sogar ein Tränchen geflossen ist. Und irgendwie hatte ich ja noch gehofft, dass die Zimtschnecken ihren Weg nach Altberg finden.
Alles in allem eine wunderbar unterhaltsame Liebesgeschichte, die man flüssig weglesen kann, weil sie mit Humor gespickt ist, viel Abwechslung bietet und dennoch im Herzen berührt.
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Autor: |
Lily Oliver |
| Verlag: | Knaur |
| ISBN-10: | 3426516764 |
| Taschenbuch: | 368 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Herz zu verschenken
Inhalt:
Gwen müsste der glücklichste Mensch auf Erden sein. Eine Herztransplantation rettet ihr Leben. Doch sie empfindet tiefe Schuldgefühle gegenüber dem Spender, quält sich mit Albträumen und kann sich doch niemandem anvertrauen. Als der Schmerz zu groß wird, fasst sie einen verzweifelten Entschluss. Sie will ihr Herz verschenken und postet ein entsprechendes Angebot in einem Internetforum. Noah, der Moderator des Forums, hält es anfangs für einen Scherz. Erst als Gwen vor seiner Tür steht, erkennt er die Brisanz der Situation. Ihm, der selbst nicht viel Sinn im Leben sieht, kommt die Aufgabe zu, Gwen von ihrem Plan abzubringen. Dazu errichtet er ein Gebäude aus Lügen und seine für Gwen aufkommenden Gefühle machen es nicht einfacher.
Meine Meinung:
Einen sehr gefühlvollen und emotional berührenden Roman erhält man mit „Die Tage, die ich dir verspreche“ von Lily Oliver. Das große Thema ist die Organ- bzw. speziell die Herztransplantation. Unwillkürlich fragt sich der Leser, ob er durch eigene Spendenbereitschaft einen Beitrag leisten kann, die verheerende Situation auf dem Organmarkt zu verbessern.
Die Geschichte endet nicht wie so oft mit einer geglückten Transplantation, sondern das ist erst der Anfang. Denn ein Leben nach einem solchen Eingriff, mit einem neuen Organ, ist alles andere als einfach. Das bringt die Autorin sehr eindrucksvoll und realitätsnah rüber. Obwohl die Story fiktiv ist, kann ich mir gut vorstellen, dass solche Depressionen bis hin zum Suizidgedanken keine Seltenheit sind. Wenn man dann noch ein eher introvertierter Mensch ist, dem es schwerfällt, seine Gefühle nach außen zu tragen, kann das ganz schnell in einem schrecklichen Drama enden.
Ich mochte beide Protagonisten von Anfang an. Gwens Verzweiflung ist so deutlich spürbar, dass sie tief ins Herz dringt. Es tut richtig weh, ihr scheinbar nicht helfen zu können, aber zum Glück gibt es ja Noah. Der etwas planlos agierende Student sieht in Gwen zuerst mal eine Aufgabe – er muss ihr Leben erhalten – und schon bald sehr viel mehr. Wie sehr oft im Buch, aber auch in der Realität ist das größte Problem der beiden die unausgesprochenen Worte. Wann werden wir Menschen mal begreifen, dass keiner Gedanken lesen kann? Es wird so viel angenommen, dabei ist die Wirklichkeit ganz anders. Natürlich fällt es schwer, sich zu öffnen. Ich kann das unheimlich gut nachvollziehen, habe ich doch selbst oft das Problem. An dieser Stelle, wenn die Missverständnisse überhandnehmen, möchte man die Figuren am liebsten schütteln, aber zum Glück finden sie schlussendlich einen Weg.
Man bekommt durch den Roman ein viel tieferes Verständnis für die ganze Problematik der Organspende, was die abgebildeten Forumseinträge noch intensivieren. Am Rande der Geschichte gibt es quasi als Bonus und auch schöne Auflockerung zu dem schweren Thema einen Einblick ins Geocoaching und was für schöne Möglichkeiten es bietet. Es müssen nicht immer Pokémons sein, die man jagt.
Nicht zu vergessen auch die wirklich schöne Liebesgeschichte zwischen Gwen und Noah, die sich perfekt in das Ganze einfügt. Der Roman liest sich wunderbar flüssig und hinterlässt doch ein Echo, das lange nachhallt. Wer Bücher mag, die zum Nachdenken anregen, hat mit diesem einen Glücksgriff getan.
Ich danke vorablesen.de und dem Knaur-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
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Autor: |
Nicole Brausendorf |
| Verlag: | Ullstein |
| ISBN-10: | 3548286712 |
| Taschenbuch: | 480 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,7 |
Funkensprühende erste Liebe trotz aller Widerstände
Inhalt:
Die 17-jährige Liv zieht mit ihrer Mutter in eine Kleinstadt an der Elbe. Hier findet sie nicht nur in ihrer Nachbarin Nessie eine neue beste Freundin, sondern lernt auf einem Konzert beim Stadtfest auch den Keyboarder Leo kennen. Seine Ausstrahlung nimmt sie sofort gefangen und die Tatsache, dass er blind ist, schreckt sie kaum. Doch da gibt es auch noch Felix, der sich Hals über Kopf in sie verliebt hat. Die sonst eher wenig begehrte und mit ihrer Figur hadernde Liv ist plötzlich hin- und hergerissen und muss zwischen Herz und Verstand entscheiden.
Meine Meinung:
Aufmerksam wurde ich auf das Buch bereits, als ich im April dieses Jahres die Autorin auf der LLC kennenlernte. Mit ihrem Debüt hat Nicole Brausendorf eine bezaubernde Lovestory um die erste große Liebe gewoben. Selten habe ich Gefühle so intensiv und tiefgreifend in einem Roman zu lesen bekommen. Man kann die Energie zwischen den Protagonisten förmlich fließen sehen und begleitet mit einem Lächeln die Schmetterlinge, die zwischen ihnen auffliegen.
Nicht nur die Hauptfiguren sind sehr liebenswert, auch den Nebendarstellern hat die Autorin eine großartige Bühne geschaffen, sie liebevoll charakterisiert und vor allem durch Nessie gibt es so einige äußerst humorvolle Szenen. Trotzdem fehlt es nicht an Ernsthaftigkeit und die Schwierigkeiten, die das Handicap der Blindheit für Leo mit sich bringt, sind sehr einfühlsam dargestellt, sodass sich der Leser sehr gut in seine Lage versetzen kann.
Im Mittelpunkt steht natürlich die Liebesgeschichte der schüchternen Liv und des sensiblen Leo. Okay, ein ganz klein wenig hat mich gestört, dass eine 17-jährige Jungfrau plötzlich kaum an etwas anderes als Sex denken kann. Aber gut, wenn der Blitz einschlägt, dann ist das wohl so. Die gar nicht so langsame Annäherung der beiden wird dann sehr sinnlich und erotisch beschrieben, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, und ist auch nur ganz selten ein wenig schwülstig.
Letzten Endes vermittelt das Buch die natürlich keineswegs neue, aber dennoch immer wieder wichtige Botschaft, dass es für die Liebe lohnt, sich auf ein Abenteuer einzulassen, Risiken einzugehen und den Schritt zu wagen, statt der Sicherheit den Vorrang zu geben.
Nicole Brausendorf hat es geschafft, mich mit ihrem Debüt in der Zeit zurückreisen zu lassen, die Gefühle der ersten Liebe noch mal hautnah mitzuerleben und so in Erinnerungen zu schwelgen. Das Buch ist daher genauso für junge Erwachsene wie auch ältere Semester, zu denen ich mich zählen darf, geeignet. Wer was fürs Herz sucht, ist hier genau richtig. Ich würde mich auf Weiteres aus der Feder der Autorin freuen und hoffe, die Wartezeit wird nicht zu lang.
Ich danke dem Ullstein-Verlag bzw. der Autorin für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
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Autor: |
Susanna Ernst |
| Verlag: | Knaur |
| ISBN-10: | 3426519054 |
| Taschenbuch: | 478 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Die Hoffnung sollte nie aufhören, in uns zu leben
Zum Inhalt:
Nach einem schrecklichen Brand, der ihn seine liebsten Angehörigen kostet, landet der 13jährige Jonah in einem Waisenhaus. Doch dort ist es längst nicht so schrecklich, wie er befürchtet hatte. Im Gegenteil, die Betreuer sind einfühlsam und geben sich alle Mühe, jeden individuell zu fördern. Alle Kinder da haben Schreckliches durchmachen müssen, doch vor allem die 11jährige Katie hat es Jonah angetan. Ihr Schicksal ist besonders tragisch und sie hat seit 3 Jahren kein Wort gesprochen. Mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld gelingt es Jonah, das Mädchen zurück ins Leben und zum Sprechen zu bringen. Aus der innigen Freundschaft keimt eine zarte Liebe. Doch kaum ist Jonah 17 und träumt von einer Zukunft mit Katie, wird sie ihm wieder entrissen und verschwindet spurlos. Seine Hoffnung und der Glaube an ihre Liebe ist jedoch so groß, dass er sie nach knapp 20 Jahren endlich wiederfindet. Doch die Zeichen für ein gemeinsames Leben könnten nicht schlechter stehen …
Meine Meinung:
Anders als das Cover des Romans vielleicht vermuten lässt, haben wir es bei Susanna Ernsts neuem Roman nicht mit einer lockerleichten Romanze, sondern eher mit einem tragischen Schicksalsroman zu tun, der sich zum Schluss hin sogar noch in einen wahren Krimi verwandelt. Er bietet also eine Vielzahl von Facetten und regt außerdem enorm zum Nachdenken an, was ich unheimlich gern mag.
Das Buch ist zweigeteilt und erzählt einmal rückblickend das Kennenlernen und die Zeit im Heim von Jonah, Katie und den anderen Kindern. Der weitaus größere Teil spielt dann im Jahr 2015 in der Gegenwart, wo beide Protagonisten bereits die 30 überschritten haben.
Beide Teile lesen sich dann auch sehr unterschiedlich. Ist man im ersten Teil erst mal erschüttert über die Schicksale der Kinder, so nimmt einen die Autorin dann mit auf die Reise einer tiefgehenden Freundschaft, die in einer bezaubernden Liebesgeschichte gipfelt. Neben den Hauptfiguren ist hier besonders der liebenswerte Milow zu erwähnen, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe und der schlussendlich auch für so einige Tränen bei mir gesorgt hat. Aber auch die anderen Nebenfiguren wie Ruby oder die Betreuer des Heims kann man nur gernhaben. Man fühlt so richtig mit, hat ebenso wie die Kinder die Hoffnung, dass nun alles gut wird.
Dann ist schlagartig alles anders. Knapp 20 Jahre sind vergangen, es gibt nur noch Trauer, Verlust, Sehnsucht. Es war zwar für mich schon ein arg großer Zufall, wie Jonah schließlich wieder auf Katie stößt, aber irgendwie mussten sie ja erneut zusammenfinden. Plötzlich findet man sich als Leser in einer kriminellen Welt wieder, wo Menschen- und Drogenhandel, Prostitution und Gewalt an der Tagesordnung sind. Auch dieser Teil hat mich restlos überzeugt und es macht wirklich Hoffnung, dass es eine Liebe wie die von Jonah geben könnte, deren Tiefe die Zeiten überdauert, ohne im Geringsten nachzulassen.
Mehrere überraschende Wendungen und vor allem die Spannung gegen Ende machen es nun unmöglich, das Buch zur Seite zu legen. Es gibt wundervoll romantische Momente, Szenen, die mich vor Schock erstarren ließen und auch Sätze, die zu Tränen rührten.
Lieblingszitat: „Wir lieben einander – mit jeder einzelnen Narbe, die wir im Laufe der Zeit davongetragen haben. Zusammen ergeben die Scherben unserer Seelen ein wunderschönes Mosaik.“
Insgesamt hat es die Autorin geschafft, dass ich mal wieder komplett abtauchen konnte in eine Welt, in die man sich eigentlich nicht hineinwünscht, die es aber dennoch wert ist, erzählt zu werden. Ein Plädoyer für die Hoffnung, die man nie verlieren sollte. Danke Susanna, für diese emotionale Achterbahnfahrt, die lange im Gedächtnis haften bleiben wird.
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Autor: |
Adriana Popescu |
| Verlag: | cbj |
| ISBN-10: | 3570172325 |
| Klappenbroschur: | 350 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Liebeserklärung an Paris und die Liebe
Zum Inhalt:
Die sechzehnjährige Emma ist rettungslos verknallt in Austauschschüler Alain und seine Abreise im Sommer erträgt sie kaum. Doch sie hat einen Plan. In den Herbstferien will sie ihn in ihrer Lieblingsstadt Paris besuchen, und es soll eine Überraschung werden. Die gelingt ihr, wenn auch anders als geplant. Denn Alain entpuppt sich als gnadenloser Lügner, der seit Langem eine feste Freundin hat und Emma steht plötzlich ohne Unterkunft da und mit einem Herzen, das in Scherben liegt.
Nachdem sie sich einige Zeit in einem Hostel vergraben hat, will sie wenigstens Paris eine Chance geben. In einem Café trifft sie auf Vincent, ein ebenso Verlassener, der seiner Liebe hinterhertrauert. Beide beschließen, Herzschmerzfreunde zu werden und gemeinsam Paris zu entdecken. Dabei haben sie viel Spaß, ihre Wunden beginnen zu heilen und die Stadt der Liebe hat offenbar noch einiges mit ihnen vor.
Meine Meinung:
Hier ist nun das zweite Jugendbuch von Adriana Popescu, dem ich schon seit dem Auslesen von „Ein Sommer und vier Tage“ entgegengefiebert habe. Wie immer schafft es die Autorin mich mitzunehmen auf eine Reise. Eine Reise nicht nur an einen bezaubernden Ort, sondern auch durch die Zeit, in meine Jugend, weg aus dem Hier und Jetzt.
Diesmal verschlägt es die Protagonisten und den Leser nach Paris, in die Stadt der Liebe. Ich selbst war noch nie in Frankreich, aber Adriana beschreibt „ihr“ Paris so bildhaft und in liebevollen Details, dass man meint, das alte Pflaster von Montmartre unter den eigenen Füßen zu spüren. Wer hier nicht Lust auf einen Städte-Kurztrip bekommt, ist selber schuld. Wie immer, was ich besonders an der Autorin liebe, ist der Roman gespickt mit Anspielungen auf diverse Film-, Literatur- und Musikhighlights.
Die zaghafte Liebesgeschichte zwischen Emma und Vincent ist einfach bezaubernd. Sehr gut wird der Unterschied zwischen oberflächlicher Liebelei, die vorwiegend auf dem Aussehen beruht, und den tiefen Gefühlen, die stetig wachsen und dabei die Helden sie selbst sein lassen, deutlich. Ein Pink Flamingo sollte eben zu sich stehen und nicht versuchen, eine graue Taube zu sein.
Auch dieses Buch der Autorin hat wieder so viel mehr, was sich gar nicht in Worten ausdrücken lässt. Da sind so viele zitierwürdige Sätze, die ich gleich mehrmals laut vor mich hinsprechen musste, weil sie einfach so schön sind. Ans Herz gehende Szenen, vor allem mit Nebenfigur Jean-Luc, und jede Menge Sehnsuchtsmomente, die die Geschichte noch lange nachklingen lassen.
Die schöne Aufmachung sollte ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Das Mädchen auf dem Cover hat irgendwie etwas ganz Besonderes an sich.
„Paris, du und ich“ ist ein Wohlfühlroman für jedes Alter, nicht nur für Jugendliche, der Mut machen sollte, seinen Träumen zu folgen, mögen sie auch noch so groß sein.
Ich danke dem cbj-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
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Autor: |
J. Vellguth |
| Verlag: | Selfpublishing |
| ASIN: | B01H2MXIAW |
| E-Book: | 225 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
,5 |
Irgendwann muss man die Vergangenheit hinter sich lassen
Inhalt:
Überraschend gewinnt Sara bei einem Gewinnspiel ein Treffen mit dem berühmten Video-Blogger BigJake. Doch eigentlich wollte sie dieses Supergeschenk für ihre Freundin zum Geburtstag und der Blogger ist auch der falsche, denn Cherry steht auf Milo77. Zum Glück kennen sich die beiden und BigJake vermittelt das gewünschte Date, wenn Sara dafür mit ihm ausgeht. Dummerweise hat Sara eine extreme Aversion gegen alles, was mit Social Media zu tun hat. Wird sie über ihren Schatten springen?
Meine Meinung:
Mit „#FolgeDeinemHerzen“ wird dem Leser eine locker-leichte, sehr flüssig geschriebene Liebesromanze geboten, die im Herzen von New York spielt. Beide Hauptfiguren sind sehr sympathisch und haben mehr zu bieten, als der erste Schein vermuten lässt. Durch den Wechsel der Perspektiven zwischen Sara und Jake kann man sich recht gut in die jeweilige Gefühlswelt hineindenken. Allerdings kam mir Sara doch ein wenig zu stur auf ihren Vorurteilen beharrend rüber. Zum Glück bekommt sie zum Ende hin ja noch die Kurve.
Sehr entzückend die Nebenhandlung mit dem Tierheim. Für Hundefans ein unbedingtes Muss, auch wenn mir eine Szene eine wahre Gänsehaut verursacht hat. Die Liebe beider zu den Tieren wird auf jeden Fall überdeutlich. Auch sehr interessant die Details zum Videodreh und was hinter einer Betätigung als Vlogger alles steckt, ohne jedoch den Leser mit zu viel Technik zu langweilen.
Die Geschichte konzentriert sich voll auf die Hauptfiguren, weshalb die trotzdem sehr interessanten Nebenfiguren ein wenig verblassen, wobei ich mir gut vorstellen könnte, dass der auf gewisse Körperteile fixierte Milo durchaus eine eigene Geschichte bekommen könnte. Lassen wir uns überraschen.
Mich hat der Roman gut unterhalten und wer auf eine schöne Liebesgeschichte mit romantischen Sequenzen steht, kann mit dem Kauf eigentlich nicht falschliegen.
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Autor: |
Sabine Landgraeber |
| Verlag: | Selfpublishing |
| ASIN: | B01I0GDW2I |
| E-Book: | 248 Seiten |
| Persönliche Wertung: |
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Endlich wieder Hawaii
Inhalt:
Völlig unerwartet erbt Lynn von ihrem Onkel Arthur, den sie kaum kannte, ein Haus auf Hawaii. Für sie eine super Möglichkeit, nach der Trennung von ihrem Freund der Tristesse ihres Lebens zu entkommen und einen Neustart zu wagen. Allerdings ist das Erbe an Bedingungen geknüpft und so muss sich Lynn mit dem derzeitigen Bewohner, dem gut aussehenden Cody, auseinandersetzen. Dieser leitet auf der Insel ein Surfcamp für obdachlose Jugendliche und hat noch das eine oder andere Geheimnis in petto. Als das Surfcamp systematisch sabotiert wird, müssen Lynn und Cody auf Biegen und Brechen zusammenhalten und sich gleichzeitig ihren Gefühlen stellen.
Meine Meinung:
Wie schön, Sabine Landgraeber entführt ihre Leser wieder auf ihre Lieblingsinsel Hawaii. Ich muss zugeben, so langsam hat sie es geschafft, dass meine Sehnsucht nach diesem Traumziel ebenfalls immer größer wird. Vielleicht klappt es ja doch eines schönen Tages …
Von Luisa und Anja, den Protagonisten der bereits erschienenen Hawaii-Trilogie der Autorin, erfährt man diesmal nichts, allerdings ist es ein großes Vergnügen, einige der dort bereits beschriebenen Schauplätze erneut aufzusuchen. Natürlich kann der Roman aber völlig unabhängig davon gelesen werden. Bereits das wunderschöne Cover verbreitet Urlaubsfeeling und passt somit perfekt in die Jahreszeit.
Beide Hauptfiguren waren mir sofort sehr sympathisch. Sie sind voller Lebensmut und kämpfen für das, was ihnen am Herzen liegt. Als Nebenfigur sticht besonders der liebenswerte Mr. Barnes hervor. Es gibt zudem einige Nebenhandlungen, die geradezu nach einer Fortsetzung schreiben. Von daher hoffe ich, dass die Autorin ihre Leser hier nicht lange zappeln lässt.
Zwar klingt das Ganze wie eine locker-leichte Urlaubslektüre, aber es gibt auch einiges an Tiefgang, da der äußere Schein manchmal einfach trügt. Wie immer gelingt es Sabine Landgraeber Geschichtliches über Hawaii ebenso in die Story zu integrieren wie wunderbar romantische Momente und eine Prise Spannung.
Fazit: „Verliebt in Hawaii“ ist angenehm leicht zu lesende Unterhaltung mit Tiefgang, die jede Menge Urlaubsfeeling, aber auch Romantik und Humor nicht vermissen lässt.
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